Archiv für: Februar 2006

15.02.06

Permalink 11:09:33, von Olaf, 335 Wörter, 674 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Phasen

Älter: ein Jahr: postuliert seien ein nicht unendliches Universum und das "Ereignis an sich": gegeben sei nun eine Menge M des möglichen "Ereignisse an sich" innerhalb der als nicht unendlich angenommenen dinglichen Welt: gegeben sei ferner eine Menge T der tatsächlich eingetretenen "Ereignisse an sich": gegeben sei ferner eine Menge S der irgendwo von irgendwem wahrgenommenen Ereignisse: sowie eine Menge Q der hier nicht betrachteten oder nicht betrachtbaren Ereignisse und Nicht-Ereignisse im Sinne von Entitäten und Nicht-Entitäten. Im zweiten Schritt bilden wir alle genannten Arten von Ereignissen auf Ströme ab, in denen Qualitäten verschoben werden (Beispiele: Du isst ein Stück Tofu; es regnet; Du bekommst Bestätigung in Form von Applaus; ein Missbrauch; ein Gebrauch), sich verbinden und zerfallen. Sofort fällt auch den naiven RealistInnen an dieser Stelle zunächst auf, dass Ereignisse nicht abgrenzbar sind und sein können, weil sie von Bedeutung befleckt sind: subjektiv halt, bis zum Erbrechen: bedeutet dies, dass keine der oben postulierten Mengen diskret sein kann? oder dass zur Menge der Ereignisse sowohl ihre (ebenso nicht abgrenzbaren) Atome (im nicht zerlegbaren Sinne (was nicht sein kann, denn was ich nennen kann, habe ich bereits zerlegt)) als auch sämtliche Kombinationen gehören? oder dass schneller als die Polizei erlaubt der Begriff des Ereignisses fallen gelassen werden sollte? oder dass - frei nach Fichte - erst der Mensch mit ihren Vorlieben und seinen Abneigungen da ist (aus dem Herzen strömen sie, nicht aus der Geschichte, der Vergangenheit: die Geschicke, Geschichte und Vergangenheit folgen nur dem Zucken der Herzen) und dann ihre Weltanschauungen, seine Philosophien und Theorien? oder dass - und hier kommen wie (wieder frei nach Fichte) zu dem Motiv dieses Textes: heute ist mir alles Irdische einerlei, gefängnishaft, wiederholt, berechenbar, wo nicht deduzierbar ist es induzierbar, wo nicht praktisch so doch prinzipiell (demnächst an dieser Stelle: was zum Teufel ist eigentlich ein "Prinzip"?) folgerbar aus - wenngleich riesigen, so doch in ihrem Trug durchschaubaren - Mannigfaltigkeiten. Mit anderen Worten: zeige mir eine Theorie, Idee oder Philosophie, die nicht stimmungs- und charakterabhängig ist, und ich zeige Dir eine grenzenlose Freiheit.

Permalink 00:51:08, von Olaf, 118 Wörter, 661 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Stufen des Zerfalls

Den Zerfall lieben: er kommt ohnehin (wie sein Bruder "Entstehung"): auf allen Ebenen: Körper, Staat, Weltbild, Natur, Idee, Geist: kaum zu glauben, dass hinter der zerfallenden und auch den zerfallenen Dingen noch eine Klarheit warten soll (so wird behauptet), die so anders ist in ihrem Wesen als die Unklarheit, die ein halbwegs lange genug auf einen Punkt (oder viele Punkte, die einen Kreis bilden, der mit anderen Kreisen immer multidimensionaler wird: was auch immer) blickender Mensch notgedrungen in allen Betrachtungen am Ende immer wieder findet: eine Klarheit, die wesensmäßig in keiner von niemandem denkbaren Weise in einen Gegensatz oder auch nur ein Verhältnis zu besagter Unklarheit setzbar ist.

Auch wenn ich das mit diesem Satz gerade getan habe.

Olaf Schreibers Blog

So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

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