Archiv für: 2006

08.11.06

Permalink 22:07:26, von Olaf, 135 Wörter, 1268 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Kein Spam und trotzdem krass

Ich möchte den 0 (Null) LeserInnen dieses Blogs diese Email von British Airways, das ist die Fluggesellschaft die eine meiner Emailadressen hat wegen meines sinnlosen Versuchs des Meilen Sammelns im Graumarktticketbereich, nicht vorenthalten: dachte immer, so seriöse Dinge wie Fluggesellschaften achten auf ihren Output, aber nein: statt dessen kommt eine Mail mit dem Betreff "Eine Entschuldigung ueber email letzten Freitags" und folgendem Inhalt:

"Sehr Geehrter Herr Schreiber,

Letzter Freitag emailed wir Sie ein Angebot, das Sie
einlädt, nach Nordamerika von London Heathrow zu fliegen.
Leider war dieses email bestimmt, für unsere
Großbritannien-gegründeten Mitglieder aber wurde Ihnen
versehentlich außerdem geschickt. Wir sind für das
Durcheinander sehr traurig. Bitte seien versichert Sie, daß
wir Schritte unternehmen, um sicherzugehen, daß Sie nur die
Nachrichten und Angebote empfangen, die zu Ihnen relevant
sind.

Herzlichts,

usw."

Schon klar, Übersetzungssoftware, aber dennoch.

16.09.06

Permalink 00:48:36, von Olaf, 115 Wörter, 995 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Was sein muss

Es muss einfach so sein: in Anbetracht dessen, dass Freude, Glück und Seligkeit nicht linear mit den sie (scheinbar) begünstigenden Parameter ansteigen (und auf welcher Skala sollte dies stattfinden?) - will sagen, als einfaches, naives Beispiel: in der Tat macht die zweite Million nicht so glücklich wie die erste ("naives" Beispiel, daher) -, kann, darf, darf es auf keinen Fall so sein, dass das für das Leid dieser Welt gilt: Eltern sterben, Freunde, Folter: es muss, bitte bitte, es muss einfach so sein, dass sich das analog verhält, dass entweder neue Kanäle entstehen, auf denen unvorstellbares Leid abfließt, oder dass es - wie beim Reichtum - wie das Glück nicht mit der verfügbaren Geldmenge ansteigt.

22.08.06

Permalink 14:58:13, von Olaf, 75 Wörter, 1139 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Der Inflektiv

Denken ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Öfter dachte ich nach über beschreibende Wortschöpfungen "lachsichtot" oder "langweil", wollte sie griffig machen, beschreiben können, abstrahieren, Su beschreiben was ich meine. Neulich klappte es, und kurz darauf fand Su den Ausdruck für eine derartige grammatische Form: Inflektiv. Guter Name. Haben sich also schon fitte Leute mit befasst und das ganze auch gleich, einen sprachwissenschaftlichen Prozess durchlaufen lassend, auf den Punkt gebracht:

de.wikipedia.org/wiki/Inflektiv

Inflektiv

15.08.06

Permalink 13:32:04, von Olaf, 20 Wörter, 1035 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Gesunde Hotdogs

Dies haben wir in Nürnberg in einem Schaufenster gesehen. Vier Milliarden Jahre Evolution und so eine Menschheit kommt bei rum.

05.08.06

Permalink 21:19:51, von Olaf, 111 Wörter, 866 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Nachrichten

Bild- und Meinungsproduktion

Über den konkreten Fall weiß ich nichts, aber das Thema "absichtliche Desinformation" (damit meine ich solche, die über die ohnehin menschliche Verzerrung einer noch nicht einmal vorhandenen objektiven Realität hinausgeht) kann man sich am Beispiel des aktuellen israelisch-libanesischen Krieges wieder einmal vor Augen führen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23249/1.html.

Es fühlt sich ok an, die Mainstream-Nachrichten nur noch zu überfliegen - um zu wissen worüber in der U-Bahn so geredet wird - und einige wenige Themen (dem eigenen Charakter entsprechend ausgewählt) zu vertiefen. Der Gedanke, nach und nach auf eigene (hohoho: es muss natürlich heißen "eigene") Meinungen zu verzichten, ist rührend, löblich und sympathisch, aber leider wenig erfolgverspechend.

22.07.06

Permalink 23:20:44, von Olaf, 395 Wörter, 760 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

B t est S s el l li e ng Wa i tc v he o s

Noch einer: obwohl ich mich eigentlich ein wenig mit dem Computerwesen der Welt auszukennen glaube, verstehe ich Spams dieser Art nicht, ahne aber, dass da wer was zu zu sagen hat. Schaut mal her:

B t est S s el l li e ng Wa i tc v he o s

R h OL o EX
CA i RTI m ER
B h REIT h LIN n G
B w VLGA t RI
OM s EG o A
PA p TE o K P i hili m ppe and man n y oth v er

H m andba e gs & Pu q rs p es, T g IFFAN n Y & CO J n ewe e rly

Or b de n r TO l DA z Y and sa b ve 2 e 5 %

In der nächsten, deren Payload "VlzAGRA 3 , 33 $" samt einer URL lautet, steht vielleicht

could be Beorn in enchanted shape, and if he would come in as a bear and
kill them. He dived under the blankets and hid his head, and fell asleep
again at last in spite of his fears.
It was full morning when he awoke. One of the dwarves had fallen over
him in the shadows where he lay, and had rolled down with a bump from
the platform on to the floor. It was Bofur, and he was grumbling about

was lt. Google dem Hobbit entstammt.

Richtig Burroughs-like ist aber folgendes Spam-Intro:

metal denied they Has
medium Savane SVN Connect
physical symbols sense. typically
Bigelow
With use files.
Agreement Ethics Policy
report latest point mix blogs tools:
features
keep
Move lazy Overview
Coming Directory Task Licenses
sensation Sunny Addison. events begins sink beneath waves confusing sexual
Z.
Become Partners Programs
Files Mailing Lists Bugs
learn about Lineage.
looks Finally
wen
nerve endings thereby
purchase Links: Offers:
building flexible auditing
Tashion Macon Trick
mix blogs tools: Lets
disease REMOVE
person. Lil
Tehranis
online. Weve paths maybe
fashion family. Discover diffrence Redoute. provider Click Advertise Become
British xClassic Wallpaper
Register
France Italia
foul takes virtuous copies

Ein Cut-up, und was für eins.

Erst entsteht das Weltall aus dem Nichts, dann entstehen die Menschen nach quälenden vier Milliarden Jahren Evolutionsgeschichte, und anstatt nach ihren Wurzeln und dem Unendlichen zu suchen machen sie nur Scheiße. Man schaue sich vor diesem Hintergrund um, und die kleinsten Dinge (wie etwa eine Spammail) erscheinen unsagbar tragisch.

Permalink 23:06:23, von Olaf, 104 Wörter, 817 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Sie haben Freizeit (2-4 Stunden taglich)

Berlin, noch immer heiß, CSD, Bärlauchpesto und Austernsauce als Zutaten eines abendlichen Salates, dann folgender Spam, nur wegen des einen süßen Satzes zitiert, der im Titel steht:

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Kontaktieren Sie mit uns, bitte, Ihr Job wartet auf Sie!
Schicken Sie bitte Ihre E-Mails an support@g-ted.biz

War vorhin im 3D-Kino: das unterscheidet sich kaum noch von der Welt. Ist vielleicht nicht ganz so schräg.

19.07.06

Permalink 23:50:51, von Olaf, 4 Wörter, 949 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Nachrichten

www.bildblog.de

08.07.06

Permalink 14:08:08, von Olaf, 98 Wörter, 751 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Nachrichten

Zahlenverhältnisse: Terrorismus vs. Kampf gegen denselben vs. Autoverkehr

Während die meisten Statistiken - so wird es mittlerweile sowohl vom Mainstram als auch von der intellektuellen Elite anerkannt - entweder verzerrt oder schlicht falsch sind, gibt es solche, die aufgrund der sich um Größenordnungen unterscheidenden einander gegenüber gestellten Zahlen kaum durch die Brille von systematischen oder Meßfehlervermutungen gesehen werden können.

Ein solcher Fall findet sich hier, im geliebten Telepolis. Hans Boës schreibt "Allein die Zahl der Verkehrsopfer übersteigt die Zahl der Terroropfer weltweit etwa um das Zweihundertfache. Und die Opfer unter der Zivilbevölkerung des sogenannten 'Krieges gegen den Terror' übersteigen die direkten Opfer durch Terroranschläge noch um das Fünfzigfache."

27.06.06

Permalink 23:35:07, von Olaf, 110 Wörter, 804 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich 3

  1. Einfache, umfassende, "Schärfe-irrelevante" Begriffe (Milch, Fußball, Fahrkarte) funktionieren in ihrem Kontext recht gut: überindividuelle Übereinstimmungen lassen sich problem- und stresslos finden; wird die Schärfe geringfügig verringert (ohne an sich die Komplexität zu erhöhen), wird es schwieriger (Emulsion, Abseits, erhöhtes Beförderungsentgeld); die Verwendung von "Seele", "Existenz", "Selbst", "An-sich-und-für-sich" uvm. hingegen überstrapaziert "Idee", "Wesen" und "Potenzial" von Begriffen "als solchen" und ist "im Grunde" "sinnlos" (außer zur Belustigung einer netten, rotweingestützten Abendrunde)

  2. Gäbe es nicht den Schmerz, wäre es zwingend, begrifflich die Welt als ein Spiel zu betrachten: Schmerz ist so eine Art "künstlicher Ernst"

  3. RichterInnen sind Erscheinungen einer Gesellschaft (in noch stärkerem Sinne als Wahrheit): keine Chance für Absolutheit auch hier

23.06.06

Permalink 12:02:34, von Olaf, 134 Wörter, 761 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Nigeria connection wieder

Jetzt schreiben sie schon auf Deutsch - und so billig es auch ist, sich über computergenerierte Übersetzungen lustig zu machen: manchmal gehört es sich. Habe lange nichts aus Nigeria gehört: funktionieren diese Mails hin und wieder immer noch?

Heute jedenfalls erhalte ich meine Mails mit der Überschrift "AUFMERKSAMKEIT", um ein wenig weiter unten "die Summe von (45.500.000.00) FORTY-FIVE MILLION, FÜNFHUNDERT TAUSEND Vereinigte Staaten DOLLAR zu bringen, in Ihre Konten".

Denn "Die oben genannte Summe resultierte aus einem über-fakturierten Vertrag, durchgeführt, beauftragen und für ungefähr drei Jahre vorbei gezahlt (3) vor einer fremden Fremdfirma." Welche fremde Fremdfirma könnte das sein? Vielleicht Microsoft oder Shell.

Dann "Wir sind jetzt bereit, die Kapital übersee zu bringen und die ist, wohin Sie hereinkommen."

Egal, ich hab das mal mitgemacht, FIVE MILLION, FÜNFHUNDERT TAUSEND Vereinigte Staaten DOLLAR sind schließlich nicht zu verachten.

20.06.06

Permalink 21:41:38, von Olaf, 185 Wörter, 888 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich 2

  1. Für Menschen ist Relatives stets wichtiger als Absolutes (Preise etwa werden meist kontextintern verglichen: wer frei heraus ein Glas Apfelsaft im Restaurant für 2 EUR kauft, kann durchaus bei einer Flasche für 1,50 EUR im Laden zögern; oder das wirkliche Leben wird mit dem individuell möglichen verglichen)

  2. Auch die krassesten Prolls sind ein Produkt des Universums

  3. Wahrheit braucht Begriffe

  4. Wahrheit ist eine schwingende bunte Flüssigkeit, Intuition eine Resonanz

  5. Bunte Flüssigkeiten sind nicht wahr, ebenso wie sie nicht existent sind: der Begriff "als solche" ist für sie nicht definiert (Vermeidung Kant'scher Dilemma)

  6. Es gibt viele Wege, die in relativ oder meta-stabilen Flüssigkeitsclustern gespeicherte Energie für sich nutzbar zu machen: Liebe und Vernichtung sind Beispiele, aber auch Identifikation oder Abgrenzung

  7. Jegliche diesen Punkten zugrunde liegende Systemansätze sind Produkte meiner Persönlichkeit; die Idee einer Systematisierbarkeit des Universums (oder die Idee eines Universums selbst) wird nicht verfolgt, aber auch nicht ausgeschlossen

  8. Die Idee einer unpersönlichen Systemtheorie jedoch wird in Bausch und Bogen verworfen

  9. Chaos und Ordnung sind Begriffe, die noch weniger brauchbar sind als andere, ebenfalls leere Begriffe

18.06.06

Permalink 23:36:40, von Olaf, 16 Wörter, 759 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge, Nachrichten

Öl

Eine Karikatur von Klaus Stuttmann (http://www.stuttmann-karikaturen.de/archivseq.php?id=1790): das Verbrechen im Bild.

Permalink 09:40:59, von Olaf, 152 Wörter, 789 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich

  1. Das wahrnehmbare Universum ist vergleichbar mit einer (endlosen oder endlichen) Mischung (endlich oder unendlich vieler) verschieden farbiger Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte mit verschiedenen Bindungs- und Abstoßungseigenschaften, die ineinander strömen, sich ver- und entflechten, Impuls und Substanz austauschen und ihr eigenes Regelwerk darstellen.

  2. Der Vergleich hinkt.

  3. Die Bildung von Begriffen ist die beliebig arbiträre, rein menschliche Ein- und Ausgrenzung, Identifizierung und Diversifizierung beliebiger Teile eines vermutlich ohnehin sehr kleinen wahrgenommenen Teils dieser schwabbelnden Masse.

  4. Die obige a priorische Verwendung von Begriffen, obgleich gemildert durch das Wort "vergleichbar", ist ein prinzipieller Widerspruch: "prinzipiell", weil er dem Prinzip "Wahrnehmung" inhärent ist. Natürlich ist die schwabbelnde Masse nichts weiter als eine Wahrnehmung zweiten Grades (eine sog. "Annahme").

  5. Ein Gottesannahme ist ein mögliche, wenn auch nicht besonders intelligente Alternative.

  6. Trifft der Vergleich in 1. zu, ist das Leben ein Kampf um farbige Flüssigkeiten, und "edel" ist (als Beispiel), wer auf eine naheliegende Sättigung verzichtet, um eine feinere zu erlangen.

09.06.06

Permalink 01:04:00, von Olaf, 255 Wörter, 812 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Alles

Nichts ist übrig, es in den "Verstehen" genannten Artefakt zu zwingen, ohnehin, und es ist im herkömmlichen Sinne beeindruckend zu sehen, auf welch eindrucksvolle Weise das übrig seiende Nichts weiter dezimiert wird. Wie kann das zusammenhängen: 4 (vier) Milliarden Jahre Evolution, und nach all den natürlichen, mystischen, mythischen und gigantischen Verwerfungen und Verschiebungen der Erdgeschichte, aber auch nach den Opfern der Schamanen und der Ehrlichkeit der Märtyrer, entstehen bis ins Mark korrupte Erscheinungen (die faschistische Fifa sei ein belustigendes Beispiel (hoffentlich werde ich dafür verklagt von diesen nicht existenzberechtigen (welcher Maßstab auch immer dafür herhalten möge) Wesen)), nach all dieser Zeit: das wirft ein spezielles Licht, das lässt einen zuweilen hoffen, dass der absolute Konstruktivismus einen (in demselben fiktiven da konstruierten) Wahrheit entspräche (die Frage schluckend, welcher Realität gegenüber das Universum denn konstruiert sei): weil: ich selbst mache diesen Unsinn: immer noch besser als sich der Verzweiflung stellen zu müssen, die entsteht, wenn klar wird, dass diese Welt ein direktes, jedem erträglichen Bild der Welt widerstrebendes Ergebnis der Prozesse des göttlichen, daoistischen Universums ist. Und doch ist es das: alles was ich hereinkonstruieren kann ist ein Schritt um die Ecke, eine kleine Mittelbarkeit: aber wir müssen uns stellen: die Fifa, die NSDAP, die CSU, die Vergewaltiger, die Rassisten gibt es in diesem unseren Universum: und es ist nicht nur eine Frage von vier Milliarden Jahren: es sind Weltzeitalter, die hier zur Disposition stehen: denn was war vor dem Urknall? - was ist das alles? - warum ist es nicht ewig? - warum ist es ewig? - wie kann das sein?

05.06.06

Permalink 22:13:41, von Olaf, 2 Wörter, 777 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Gutes Qi ist schlechtes Qi

Oder nicht?

26.03.06

Permalink 10:17:18, von Olaf, 134 Wörter, 886 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Freiheiten

Es hat bestimmt schon mal jemand folgendes gesagt (es klingt geradezu wie ein brauchbarer Spruch):
"Die Menschheit zerfällt in zwei Teile: jene, die um ihre Freiheit kämpfen und jene, die mit ihr nichts anzufangen wissen."

-

Dieser Tage wirkt die Welt unnatürlich. Ich habe die Frage nach dem Ursprung aller Wahrnehmung (und damit besagter Welt) so penetrant im Kopf wie selten. Frage mich, ob die Frage a) falsch gestellt ist, b) ob diese in diesem Satz gerade ausgedrückte Frage falsch gestellt ist, oder c) ob mir gar nicht klar ist, um welche Frage es sich handelt. Frage ich "'Wo' kommt das Spektakel her?", erwarte ich einen Ort oder eine Logik als Antwort (eine Erwartung, die ebenfalls meinem Wahn entspringt).

-

So langsam könnte es mal aufhören. Wieder keine Chance, "es" zu definieren (und dann zu filetieren).

15.02.06

Permalink 11:09:33, von Olaf, 335 Wörter, 674 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Phasen

Älter: ein Jahr: postuliert seien ein nicht unendliches Universum und das "Ereignis an sich": gegeben sei nun eine Menge M des möglichen "Ereignisse an sich" innerhalb der als nicht unendlich angenommenen dinglichen Welt: gegeben sei ferner eine Menge T der tatsächlich eingetretenen "Ereignisse an sich": gegeben sei ferner eine Menge S der irgendwo von irgendwem wahrgenommenen Ereignisse: sowie eine Menge Q der hier nicht betrachteten oder nicht betrachtbaren Ereignisse und Nicht-Ereignisse im Sinne von Entitäten und Nicht-Entitäten. Im zweiten Schritt bilden wir alle genannten Arten von Ereignissen auf Ströme ab, in denen Qualitäten verschoben werden (Beispiele: Du isst ein Stück Tofu; es regnet; Du bekommst Bestätigung in Form von Applaus; ein Missbrauch; ein Gebrauch), sich verbinden und zerfallen. Sofort fällt auch den naiven RealistInnen an dieser Stelle zunächst auf, dass Ereignisse nicht abgrenzbar sind und sein können, weil sie von Bedeutung befleckt sind: subjektiv halt, bis zum Erbrechen: bedeutet dies, dass keine der oben postulierten Mengen diskret sein kann? oder dass zur Menge der Ereignisse sowohl ihre (ebenso nicht abgrenzbaren) Atome (im nicht zerlegbaren Sinne (was nicht sein kann, denn was ich nennen kann, habe ich bereits zerlegt)) als auch sämtliche Kombinationen gehören? oder dass schneller als die Polizei erlaubt der Begriff des Ereignisses fallen gelassen werden sollte? oder dass - frei nach Fichte - erst der Mensch mit ihren Vorlieben und seinen Abneigungen da ist (aus dem Herzen strömen sie, nicht aus der Geschichte, der Vergangenheit: die Geschicke, Geschichte und Vergangenheit folgen nur dem Zucken der Herzen) und dann ihre Weltanschauungen, seine Philosophien und Theorien? oder dass - und hier kommen wie (wieder frei nach Fichte) zu dem Motiv dieses Textes: heute ist mir alles Irdische einerlei, gefängnishaft, wiederholt, berechenbar, wo nicht deduzierbar ist es induzierbar, wo nicht praktisch so doch prinzipiell (demnächst an dieser Stelle: was zum Teufel ist eigentlich ein "Prinzip"?) folgerbar aus - wenngleich riesigen, so doch in ihrem Trug durchschaubaren - Mannigfaltigkeiten. Mit anderen Worten: zeige mir eine Theorie, Idee oder Philosophie, die nicht stimmungs- und charakterabhängig ist, und ich zeige Dir eine grenzenlose Freiheit.

Permalink 00:51:08, von Olaf, 118 Wörter, 661 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Stufen des Zerfalls

Den Zerfall lieben: er kommt ohnehin (wie sein Bruder "Entstehung"): auf allen Ebenen: Körper, Staat, Weltbild, Natur, Idee, Geist: kaum zu glauben, dass hinter der zerfallenden und auch den zerfallenen Dingen noch eine Klarheit warten soll (so wird behauptet), die so anders ist in ihrem Wesen als die Unklarheit, die ein halbwegs lange genug auf einen Punkt (oder viele Punkte, die einen Kreis bilden, der mit anderen Kreisen immer multidimensionaler wird: was auch immer) blickender Mensch notgedrungen in allen Betrachtungen am Ende immer wieder findet: eine Klarheit, die wesensmäßig in keiner von niemandem denkbaren Weise in einen Gegensatz oder auch nur ein Verhältnis zu besagter Unklarheit setzbar ist.

Auch wenn ich das mit diesem Satz gerade getan habe.

04.01.06

Permalink 23:59:59, von Olaf, 96 Wörter, 844 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Gras (4)

Gras wächst dergestalt, dass Ziegen es essen wollen (ich aß grad ein Stück von einer Ziegenrolle (Bio)): warum ist das Weltall nicht lieber eine inerte Masse, anstatt dass ausgerechnet alles einander verzehrt? Und man komme mir nicht mit einem anthropischen Prinzip, dass wir gerade dies hier wahrnähmen: denn so viel stärker ist meine intuitive Schau: das Gewicht des Rätsels auf meiner Seele ist Blei gegen die bloß philosophische Feder anthropomorpher Weltbildung.

War eben mit L. im Gorky, davor gelernt und Nudeln mit Kirschtomaten gemacht: davor joggen im Fitness.

Jetzt ist 1:53 Uhr, aber es gehört in den 4.1.

03.01.06

Permalink 21:18:13, von Olaf, 15 Wörter, 713 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Die drei

Tags Einarbeitung in NET 2, Buch gekauft, Gemüse gekocht mit viel Knoblauch. Irgendwo werden Leiber zerrissen.

02.01.06

Permalink 10:22:23, von Olaf, 129 Wörter, 738 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Zweiter Tag

Sortierungsdatum wieder gelogen (heute ist der dritte Tag, aber Wahrheit bleibt Wahrheit). Lange geschlafen, im Fitnesscenter gejoggt und ein paar Gewichte gestemmt, ein Naturdeo gekauft, per Fahrrad in den Erkelenzdamm, ein bisschen erfolgreicch geschafft (Anbindung von MySql 5 an DotNet 2 mit Connector 1.07, das neue DataGrid getestet, an der Multitierfähigkeit des Konzepts gezweifelt (die Geschichte mit der ObjectDataSource allerdings eine nette Konzession), diskutiert über das neue Projekt, versucht entspannt zu bleiben, den Rest meines Lebens, nur kurz über das Elend der Welt nachgedacht), zu Hause in meinen Weihnachtsgeschenken gelesen, nett, die Leute haben sich Gedanken gemacht (ja ich auch), gekocht (Chinesisch mit Morcheln, Gemüse, Stärke, Szechuanpfeffer und Sesamöl), beim Essen eine Folge Next Generation mit E. geschaut, dann die volle Palette meditiert, erst Rupan, dann Ball, dann San Cai Zhuang. Schlafen.

01.01.06

Permalink 10:16:55, von Olaf, 64 Wörter, 712 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Jeden Tag

Mal sehn: kann ich die Zeit aufhalten? Jeden Tag ein Eintrag, langweilig für die Welt, aber vielleicht lässt sich Chronos beeindrucken?

Um das zu halten, wird dieser Eintrag auf den 1.1.06 datiert. Nach dem schönen Silvester mit G. und E. wurde lang geschlafen, traumlos ob des schweren geschmolzenen Käses (der in den Mägen wieder fest zu werden schien), gelungert, Next Generation geschaut und wenig gegessen.

Permalink 02:46:36, von Olaf, 16 Wörter, 699 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Frohes Neues

Krass.

Unterschiedliche Länge, all die Jahre. Wie konnte der Westen (aus Sicht des Ostens) nur entstehen?!

Olaf Schreibers Blog

So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

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