Archiv für: Januar 2005

19.01.05

Permalink 09:38:07, von Olaf, 134 Wörter, 775 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Wechselseitigkeit

Für Buddha ist jeder normale Mensch ein Buddha, für einen normalen Menschen jeder Buddha ein normaler Mensch.

Auf der Fahrt durch Berlin heute (da gab es einen die Straße runterstinkenden Fettentfernungs-LKW vor dem Riesendönerladen am Hackeschen Markt, eine tuckelnde Straßenbahn wo drauf stand "Wrrrruuum, Metro", Leute die sich mit dem Fahrrad an der roten Ampel vor einen stellen, obwohl man sie grad mit Faktor 3 überholt hat, BMWs mit passenden Leuten drin, die noch schnell die letzten Meter zur Kreuzung alles aus ihrem Ding holen, und noch vieles mehr) war wieder klar: ein Verrückter sieht in jedem normalen Menschen einen verrückten, ein normaler Mensch in jedem verrückten einen normalen Menschen (nur dass natürlich in Wirklichkeit alle normalen Menschen verrückt sind und alle Verrückten normal).

05.01.05

Permalink 21:18:10, von Olaf, 82 Wörter, 595 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Klischees und Egoismen

Klischees und Egoismen: gibt für jede menschenbezogene Existenz (Satz, Person, Handlung, etc.) eine Perspektive, aus der diese Existenz ein Klischee ist: gibt für jedes Motiv der Seinswelt eine Perspektive, aus der sie egoistisch ist: das verinnerlicht (aber wer hat das schon für mehr als 5 Minuten, und ich rede nicht von Zynismus), überleben nur wenige Bücher und Ansichten: die anderen drehten sich (Imperfekt, weil sie ja nun tot sind) um eines der beiden in diesem klischeehaften Egoblog erstgenannten Substantive.

03.01.05

Permalink 21:33:34, von Olaf, 563 Wörter, 759 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Blog, Tsunami, Zynismus

Was alles so nichts passiert in dieser sinnlich wahrnehmbaren, erfundenen Welt (in der nirwanösen Welt passiert auch nichts - beinahe per definitionem - aber da macht es nichts, weil nicht gejagt wird (wohingegen sich hier jedes Geschehen auf die Jagd nach irgend etwas abbilden lässt)): nicht, dass den 120.000 Toten und den davon über 1.000 deutschen Toten der Tsunami nichts passiert ist, und ich werde mich jedes Zynismusses enthalten (oder heißt es "jeden Zynismusses"?), jedenfalls über die Sache selbst, die wie absolut jeder Tod (außer vielleicht denen von Adolf Hitler und George W. Bush und dem aller Nutztiere) ein betrachtungstechnisches, relativitätsimmunes Tabu darstellt, Leid, über das man nicht reden kann: aber da dies ein Blog ist und weltweit so allerhand Unsinn in Blogs verscherbelt wird (wie heute zu lesen war, schreiben 7% der USlerInnen Blogs, aber 60% wissen nicht, was das ist), kann ich also schwadronieren und, ohne vergleichen zu wollen, sowohl auf die deutschen 5.000 jährlichen Autototen hinweisen, auf die religiös misshandelten Frauen, die "Hochwasser"opfer in Bangladesh und ohne Ende so weiter, um, wie es vielfach auch geschieht, eine Lanze für die Willkür des medial betrachteten Leides zu brechen, die Wahrheiten, die für uns halbe Menschen aufgestellt werden, und einfach mal (ungerechtfertigt, natürlich, aber was ist Recht, was gerecht, und wann ist es fertig?) zu kotzen. Einfach kotzen. Dann wieder zurück auf den behutsamen Weg ins Nirwana, das Nirwana, das ja hier schon ist, dass wir schon erreicht haben, es nur nicht wissen.
Wenn ich auf meine eigentlich nicht offiziell Teil des gemieteten Wohnbereichs seiende Außentoilette gehe, die kein Licht hat und von der gegenüber liegenden Häuserwand einzusehen ist, so dass ich auch das Treppenhauslicht nicht an mache, um bei leicht oder schwer geöffneter Tür etwas zu sehen, bin ich nach Ende der Abenddämmerung entweder gezwungen, mich zu setzen (wie es Abermillionen von Aufklebern und lustigen Ausdrucken und auch handgeschriebenen, buntstiftcolorierten Zettelchen in Abermillionen von deutschen und undeutschen Haushalten auch fordern wegen der sonst entstehenden Spritzer, die dann trocknen und Urinstein hinterlassen und irgendwann: Bahnhofsklo), was aber wegen der Kälte, die mit der frühen Dunkelheit einhergeht, astronomisch-meteorologisch wohl begründbar, nicht angenehm ist, du bist müde, willst es schnell weg haben, willst nicht aufwachen, oder aber ich pisse im Stehen, wie - ja! - Milliarden Männer auf der ganzen Welt: und wenn ich das tue, bin ich auf Streulichtreflexe angewiesen, die den Urinstrahl für Bruchteile einer Sekunde aufblitzen lassen, erstaunlicher Weise genug für eine Ortung (die 4 Milliarden Jahre Evolution waren doch nicht ganz für die Katz'), dann noch auf das Geräusch des auf den im Klobecken stehende Klowasser aufschlagenden Urins, der die Ortung präzisiert, oder ich benutze das neben dem Klo stehende Geschenkpapier, das übrig geblieben ist und das ich für das nächste Weihnachten dort deponiert habe, als Triangulationshilfe, jedenfalls wenn der erste Strahl daneben geht und man genau das zu erwartende Geräusch hört, jenes Prasseln auf Geschenkpapier, oder wenn, wegen eines Haares auf dem Ausgang, der Strahl sich spaltet und macht was er will. Ich werde das Geschenkpapier nicht mehr für seinen vorgesehen Zweck nutzen, außer wenn der Zynismus der Bevölkerung nicht nur gewohnt pervers, sondern über alle Grenzen mutiert und grassiert.
Krass: in Blogs kann man alles machen, und niemand wird es je lesen.

Olaf Schreibers Blog

So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

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