Archiv für: Dezember 2004, 08

08.12.04

Permalink 20:43:00, von Olaf, 388 Wörter, 627 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Öffentliche Alltags-Auswahlen der Menschheit

Irgendwie sind die meisten öffentlichen Alltags-Auswahlen der Menschheit - welcher Grundgesamtheit auch immer sie entstammen mögen - ruinöse Verbrechen (nicht nur die Kriege, die häusliche Gewalt, die nun nicht mehr auf- und auszuhaltende Vernichtung der Grundlagen des bisherigen Lebens auf der Erde (Insekten und Bakterien ausdrücklich ausgenommen, wie auch andere Lebensformen mit schnellen Evolutionszyklen), die rhethorik-gepanzerten politischen Lügen und so weiter, endlos): auch a) die Auswahl der in normalen Videotheken aufgebahrten Filme, b) die Auswahl der Stände der berliner Weihnachtsmärkte (von denen es zur Zeit mehr gibt als in jeder anderen Großstadt auf der Welt (da bin ich mir sicher)), c) die Auswahl der Nahrungsersatzmittel eben jener Stände, d) die Sprüche, die die Getriebe des ÖPNV auswählen, um auf die zu erwartenden Verbesserungen hinzuweisen, die sie uns antun, e) die Auswahl der Nachrichten, die auf den inzwischen waggondeckend eingeführten Flachbildschirmen (einmal war ich in einer U-Bahn und fuhr zu irgend einem sinnlosen Ort, um eine beliebige Handlung auszuführen (schreibt man das jetzt eigentlich "aus zu führen" oder wo ist die Grenze?), und da saß mir doch glatt so ein hartgesoffenes Paar gegenüber (was mich, zwar innerhalb dieser doppelten Klammer (wie ist das wohl sprachwissenschaftlich verwertbar?), aber inhaltlich zwingend, dazu verführt, f) die Auswahl der Menschen, die Gott auf der Erde ausgesetzt hat, den öffentlichen Alltags-Auswahlen der Menschheit hinzuzufügen ("hinzu zu fügen"?), wobei es in den Fällen a-e die Menschheit ist, die etwas auswählt, im Fall f Gott, die die Menschheit auswählt, jedenfalls ist die Menschheit irgendwie immer beteiligt, wenn irgendwelche Scheiße ausgewählt wird), eine hartgesoffene Frau Mitte 30, die in diesem Fall, weil sie fitter war als ihr hartgesoffener Mann (sind Frauen in vergleichbaren Situationen immer), das Wort führte und besagtem Mann ihre Pläne schilderte, sich einen eben jener Flachbildschirme zu klemmen, auf die Frage, was sie denn damit wolle, weil sie es vermutlich nirgendwo anschließen könne, aber nur antworten konnte "na denn habicks schon mal - und ich sage euch: wir brauchen mehr von solchen Menschen (was zwar Aussage f widersprechen mag, aber Widerspruchsfreiheit strebt nur eine weiß Gott schräge Auswahl g) von - wieder - Menschen an (g ist somit Teilmenge von f)): weitere Auswahlen folgen: dies sollte nur mal wieder ein Eintrag sein.

Olaf Schreibers Blog

So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

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