Archiv für: Januar 2004

06.01.04

Permalink 13:28:18, von Olaf Email , 424 Wörter, 656 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Seltsam

Kurz vor Mitternacht: seltsam: schon allein die Tatsache (mein Gott jetzt wird alles wirklich wichtig!), dass ich quasi alles als seltsam empfinde (die Beziehungen, das Leben, die Gedanken, die Gefühle (in dieser Reihenfolge), das Sein, die Wissenschaft, die Philosophie, die Musik, die Bilder, die Atome, die Schränke, die Autos, die Bäume (die Reihenfolge ist verloren, ich zähle nur auf)): ohnehin ist nichts was ich es gelernt habe zu sein (seltsamer Satz auch, aber zu verstehen), aber das ist es nicht: das Seltsame in den Dingen sitzt tiefer; es ist auch nicht Entfremdung (von Marx geprägter Begriff, um dem Klassenkampf ein wenig Stoff zugeben und die pubertierenden Erkenntnisjugendlichen zu verpflegen), die uns (und zwar uns allen, wenn wir genau schauen, auch den Naturmenschen!) das Gefühl, die Empfindung verschafft: es ist das Leben selbst (diesmal stimmt der Begriff: denn "das Leben selbst" ist durchaus kein selbstverständliches, sondern die Entität (ja es ist eine), in die wir hineingestopft wurden), das seltsam ist. Die Ahnung des Aufwachens liegt in mir (in uns?: diesmal weiß ich es nicht); die Ahnung einer fremden, aber der eigentlichen Welt, die sich hinter dieser Show hier, aus der ich nicht ausbrechen kann, verbirgt: aufwachen und in einem Nichts sein, das nicht dem Nichts entspricht, das wir als das Gegenteil von aller Existenz definieren (und aus dem auch "Nichts" entstehen (vielleicht außer der prinzipiell unbeantwortbaren Grundfrage der Philosophie und dem Universum einschließlich Zeit und 46 anderen Dimensionen und materiekonstituierender Geistesgeometrie) kann, sondern irgendwo in der Mitte und Nicht-Mitte und Nicht-Nicht-Mitte usw. (aus diesem Satz ausbrechend).

Seltsam: irgendwie weiß ich, dass ihr alle es in euch findet: die grundsätzliche Irrealität aller Handlung, allen Seins: als wäre alles eine Farce (das ist negativ, ich weiß, weil es ist auch alles so wunder-wunder-schön), vielleicht ein Gefängnis, vielleicht eine Schule, was auch immer: Geschmäcker, Gefühle, die so echt sind; Situationen die so falsch sind: Theater und dennoch in uns drin, als wären wir Teil der Staffage. Und ohne jeden Zweifel kann uns niemand die Frage nach demWoher und gar (die etwas illegitimere) nach dem Warum beantworten (auch wenn sie sich einige Leute stellen, verblüffend wenige zwar, aber immerhin, so runter ist das Universum doch nicht, es gibt Löcher die nach draußen führen, was auch schon wieder - diesmal im verschwörungstechnischen Sinne ("Verschwörung der GöttInnen") - seltsam ist): sie ist zumindest nicht sprachlich, nicht gedanklich, und vermutlich kann man sie auch nicht fühlen (lediglich einige taoistische Schulen und die Creme-de-la-creme des Zen kann sie auf einer nicht weiter benennbaren Ebene - weil jeder Name ist falsch - benennenen): und dies riecht nach einer Idee.

Olaf Schreibers Blog

So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

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