Archiv für: 2001

03.12.01

Permalink 01:15:00, von Olaf, 331 Wörter, 639 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Visionen

Früher Morgen. Ich halte durch bis die Visionen kommen (oder die Müdigkeit stärker ist). Was ich sagen will ist, dass viele Beobachtungen korrekt sind, und manche Folgerungen daraus sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern: doch irgendwann spielt uns unsere fehlerhaft verinnerlichte induktive Logik einen Streich: hätte statt Mengenlehre (ihr wisst noch, oder: erste Klasse, die logischen Blöcke (rote und blaue und gelbe dicke und dünne große und kleine Quadrate und Dreiecke und Kreise und vielleicht (weiß ich nicht mehr) Rechtecke)) Erkenntnistheorie Gegenstand des Grundschullehrplans sein sollen (natürlich: wir hätten es nicht verstanden (verstehen es ja auch heute nicht))?): wir sehen die Ähnlichkeit zwischen zwei Dreiecken (den roten und den blauen) und schließen darüber auf die Eigenschaft eines dritten: meine zentrale These ist (nicht nur meine, dies hier ist common stuff), dass dieser Vorgang erschreckend oft in einem Bereich geschieht, in dem er zu falschen Ergebnissen führt: dies führt unter anderem zu Streits, Glaubensbekenntnissen (Weltbildern), naturwissenschaftlicher Theorienbildung und Psychotherapien. Und hier schreibe ich (haha) etwas über meine Erfahrungen mit letzteren und betrachte sie von wo ich jetzt sitze (mein Körper auf meinem blauen Stuhl, eine Tüte in der Hand und "White Light from the Mouth of Infinity" (Swans) im CD-Player, mein Geist in Distanz zu meiner Vergangenheit (und doch seltsam daraus geboren ("wie entsteht neues?")), meine Seele in ihrem alten Schmerz (dessen Ergründung die treibende Kraft meines Lebens ist, und je weniger meiner Kraft ich für dessen (denn darum geht es vordergründig) Vernichtung aufwende, desto "besser" (jaja: Akzeptanz ist aus der Sicht derer, die eine Übersicht haben, schon eine leichtläufige Floskel!)).
Irgendwann (ich war 15) saß ich also auf dem Klo und dachte (schon damals dachte ich ständig (und somit zwanghaft) nach) nach und fand mein Leben soweit in Ordnung und war ganz glücklich (und wusste nicht so recht, wieso in aller Welt es unglückliche Menschen gab), und stürzte ab.

17.05.01

Permalink 00:42:00, von Olaf, 120 Wörter, 621 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Ohren wirklich

Irgendwie fiel mir gerade auf (ich kam von einem Essen mit einem "Kollegen") beim Blick in den Badezimmerspiegel, dass ich - mein Leben lang - mein Ohr niemals richtig betrachtet habe: niemals: ich fand Rundungen, Bügel, diverse Hautteile, Körperstellen, Dinge, die mir nicht bewusst sind, die ich niemals als Teile von mir angesehen habe (mit meinen Stofftieren ging es mir manchmal ähnlich: Äffchens Nähte, Mund, Nase, auch: Ohren; Bummis Mundinneres; Schäfchens eigentliches Gesicht). Genau hinzusehen: das habe ich nie getan/gewollt: ich wusste eher, dass meine Ohren existierten, nur nicht ihre Form: und die ist interessant (nein, eigentlich nicht die Form, sondern eher die Tatsache, dass sie eine Form haben und ich diese nie im Detail angeschaut habe).

Olaf Schreibers Blog

So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

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