Wege in das was wir wollen (oder nicht wollen)

10.10.00

Permalink 01:18:00, von Olaf, 378 Wörter, 564 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Wege in das was wir wollen (oder nicht wollen)

In der U-Bahn überlegt und nachgesonnen, und alles schien, als könnte es im Prinzip klar sein: das menschliche Streben und Wollen, die halbherzigen (und warum sie irgendwie immer halbherzig sind, außer wir sind besessen) Versuche, da- und dorthin zu gelangen: wir alle wollen etwas, und wenn wir "nichts wollen" wollen, wollen wir auch: ich kenne keine (oder aber: kaum) "angekommenen" Menschen (und sah "angekommene" zerbrechen oder lächerlich werden). Alle also wollen, und wohin es auch sei, in der U-Bahn dachte ich nicht über die "Ziele" nach (seien es: Glück (Hormone, Energien, Ausgeglichenheiten), Verschwinden (Nirwana, Leere), Ruhm (Kick, also Gefühle) oder was auch immer und auf was immer es sich zurückführen ließe), sondern über die Wege dorthin, und fand das interessant: denn auch die "Nicht-Wege" sind (Worte, Begriffe sind beliebig) Wege (oder so verwende ich das Wort). Und diese Wege kann ich aufzählen:
1. Schmerz: absichtliches Leiden (warum nenne ich das zuerst: bin ich ein heimlicher Fan?): von manchen modernen abgelehnt, aber in unserer ulkigen christlichen Kultur (leider, so finde ich wertend) verwurzelt;
2. Aktivität: etwas schaffen, bewusste Bemühungen, Arbeit, Anstrengungen;
3. Nichts-tun: Wu-wei (Handeln durch Nicht-Handeln), aber dabei (vielleicht) bewusst: akzeptieren: beobachten: stehen bleiben, warten;
4. Gut sein: "Gut" sein (zu anderen, zu der Natur, den Tieren, sich selbst): ehrlich sein, aufrichtig: helfen: missionieren; auch: korrekt sein, Beamter, oder politisch korrekt, sozialistisch, links;
5. Glauben: durch devote Haltung zum wahren (einzigen: dogmatischen (meistens)) Glück;
6. Lust: Sex: Freude: das Leben genießen: jeder Tag, an dem du nicht, lachst, ist ein verlorener Tag: Gegenwart: im Jetzt leben;
7. Wohlstand: viel Zeug, Materie: gutes Essen: Sicherheit: warme Wohnung, ungefährliche Bekannte und Nachbarn (Angst und weg mit dem Anderen, Unbekannten): nichts riskieren: verdrängen;
8. Erkenntnis: Wissen: mehr Lernen und Erkennen und dadurch den Weg sehen (der auch einer der obigen sein kann, aber wahrscheinlich nicht ist);
9. Macht: Kontrolle: andere unterdrücken und dadurch bestimmte Energien saugen: Nationalsozialismus: das Andere vernichten (ohne das Macht aber nicht funktionieren kann, deswegen: was übrig lassen);
10. Zur Natur: sich den Strömungen anpassen;
11. Du selbst sein: sich finden: sich erkennen: Psychoanalyse...

Nett, oder? Und bestimmt nicht vollständig. Und wer kommt her und wertet die Wege und hat die Wahrheit und zieht das eine dem anderen vor? Du, oder?

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Anmerkungen und Betrachtungen zu Grundsätzlichem

Hirnausflüsse von Olaf. Manche wollten das lesen. Wenige, aber immerhin. Es fügt der Welt Informationen hinzu.

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