So das bin ich

22.08.00

Permalink 01:40:00, von Olaf, 516 Wörter, 615 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

So das bin ich

Nach all diesen Enden und unfertigen Texten (denn mein Leben soll doch nach außen gehen und strahlen, deswegen möchte ich viel produzieren an Texten, denn das ist was bleibt) sitze ich hier an diesem Abend nach diesen Erlebnissen und frage mich nach den Rahmen, in denen sich alles abspielt, und dies ist wirklich entscheidend für alles was ich bin und alles was ist (für mich): und wenn ich also hier bin: so weit draußen wie es nur Schmerz schafft (ja: vielleicht mit einer kleinen Hilfe von Alkohol, aber wirklich einer kleinen)! Nur der Schmerz kann mich hierher bringen, keine andere Kraft genügt den psychischen Gezeiten (die da erscheinen als Faulheit (wenn ich moralinsauer sein will) oder als Lust (wenn ich mal klerikal bin) oder als Naivität (wenn ich Mensch bin)). Und wo bin ich: hier: soweit zu sagen dass was möglich ist, a priori nicht interessant ist!

So lebe ich. Mein Wesen drückt sich darin aus: was möglich ist, ist nicht interessant: woraus es zwei (kosmische) Auswege gibt (die auch wieder nicht interessant sind, wenn sie geplant wurden, und insofern auch wieder keine Auswege): erstens die Beliebigkeit, die sagt, dass die Fakten (nach Wittgenstein das was der Fall ist) nicht fassbar sind, will sagen dass es sie nicht gibt, weil sie keine Namen haben, nicht benennbar sind, gar nicht da sind, sie nirgendwo von keiner noch so weisen Instanz (insbesondere: von keinem Gott!!) jemals geschrieben worden sein können (um es deutlich zu machen: auch von keiner Intuition (auch nicht von deiner, will sagen: meiner)); und zweitens die Kreativität (ja: sie sind eng verwandt, die beiden), die vielleicht nicht beliebig ist, aber die erfinden kann, wirklich erfinden, jenseits (sich dies klarzumachen lohnt über alle Grenzen hinweg) aller Moral, Theorie, Gesetzmäßigkeit, Gottgegebenheit, Physik, Dualität, Symmetrie. Ist das zu verstehen? Es sagt auch: wenn unser Weg einem Plan folgt (oder versucht, diesem möglichst nah zu kommen (sei es ein Plan der PsychologInnen oder der GöttInnen)), ist er niemals frei: und tief in meinem Inneren glaube ich an die verzweifelte Suche Gottes (dies nun wirklich als Methapher) nach einem wirklich freien Wesen, das, egal wie klein es ist, wie schwach es sein mag, doch ein Gegenüber darstellt, es wirklich anderes, somit eine Weiterentwicklung (aber auf kein benennbares Ziel hin).

So lebe ich

Denn wir fühlen uns doch alle wie im Kinderzimmer: letzlich suchen wir nach einem (dem) Weg, das heißt wir suchen nach dem, was uns (wie ein Knochen einem Hund) vorgelegt wird, in welch komplexer (vielleicht: heiliger) Form auch immer: uns finden, unseren Weg finden, wie auch immer wir es nennen, immer ist es dasselbe (und: hier spricht mein tiefstes Olaf-Ich: immer ist es unfrei, bestimmt, eng, eingesperrt): schon da! Streben wir nach Harmonie (kosmischer)? Sie ist schon da, angelegt, geplant, muss nur gefunden werden. Und (wenn es hoch kommt): wenn sie geschaffen werden muss (weil die Möglichkeiten dazu da sind), dann ist sie auch schon da!.

Gibt es einen Ausweg? Einen Ausweg aus den Plänen anderer, aus den Möglichkeiten?

Ich weiß es nicht. Aber schon der Gedanke ist toll (oder ist er allein schon der grüne Fleck rechts unten im Yin-Yang?).

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Anmerkungen und Betrachtungen zu Grundsätzlichem

Hirnausflüsse von Olaf. Manche wollten das lesen. Wenige, aber immerhin. Es fügt der Welt Informationen hinzu.

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