Archiv für: 2006

16.09.06

Permalink 00:48:36, von Olaf, 115 Wörter, 1121 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Was sein muss

Es muss einfach so sein: in Anbetracht dessen, dass Freude, Glück und Seligkeit nicht linear mit den sie (scheinbar) begünstigenden Parameter ansteigen (und auf welcher Skala sollte dies stattfinden?) - will sagen, als einfaches, naives Beispiel: in der Tat macht die zweite Million nicht so glücklich wie die erste ("naives" Beispiel, daher) -, kann, darf, darf es auf keinen Fall so sein, dass das für das Leid dieser Welt gilt: Eltern sterben, Freunde, Folter: es muss, bitte bitte, es muss einfach so sein, dass sich das analog verhält, dass entweder neue Kanäle entstehen, auf denen unvorstellbares Leid abfließt, oder dass es - wie beim Reichtum - wie das Glück nicht mit der verfügbaren Geldmenge ansteigt.

27.06.06

Permalink 23:35:07, von Olaf, 110 Wörter, 938 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich 3

  1. Einfache, umfassende, "Schärfe-irrelevante" Begriffe (Milch, Fußball, Fahrkarte) funktionieren in ihrem Kontext recht gut: überindividuelle Übereinstimmungen lassen sich problem- und stresslos finden; wird die Schärfe geringfügig verringert (ohne an sich die Komplexität zu erhöhen), wird es schwieriger (Emulsion, Abseits, erhöhtes Beförderungsentgeld); die Verwendung von "Seele", "Existenz", "Selbst", "An-sich-und-für-sich" uvm. hingegen überstrapaziert "Idee", "Wesen" und "Potenzial" von Begriffen "als solchen" und ist "im Grunde" "sinnlos" (außer zur Belustigung einer netten, rotweingestützten Abendrunde)

  2. Gäbe es nicht den Schmerz, wäre es zwingend, begrifflich die Welt als ein Spiel zu betrachten: Schmerz ist so eine Art "künstlicher Ernst"

  3. RichterInnen sind Erscheinungen einer Gesellschaft (in noch stärkerem Sinne als Wahrheit): keine Chance für Absolutheit auch hier

20.06.06

Permalink 21:41:38, von Olaf, 185 Wörter, 1011 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich 2

  1. Für Menschen ist Relatives stets wichtiger als Absolutes (Preise etwa werden meist kontextintern verglichen: wer frei heraus ein Glas Apfelsaft im Restaurant für 2 EUR kauft, kann durchaus bei einer Flasche für 1,50 EUR im Laden zögern; oder das wirkliche Leben wird mit dem individuell möglichen verglichen)

  2. Auch die krassesten Prolls sind ein Produkt des Universums

  3. Wahrheit braucht Begriffe

  4. Wahrheit ist eine schwingende bunte Flüssigkeit, Intuition eine Resonanz

  5. Bunte Flüssigkeiten sind nicht wahr, ebenso wie sie nicht existent sind: der Begriff "als solche" ist für sie nicht definiert (Vermeidung Kant'scher Dilemma)

  6. Es gibt viele Wege, die in relativ oder meta-stabilen Flüssigkeitsclustern gespeicherte Energie für sich nutzbar zu machen: Liebe und Vernichtung sind Beispiele, aber auch Identifikation oder Abgrenzung

  7. Jegliche diesen Punkten zugrunde liegende Systemansätze sind Produkte meiner Persönlichkeit; die Idee einer Systematisierbarkeit des Universums (oder die Idee eines Universums selbst) wird nicht verfolgt, aber auch nicht ausgeschlossen

  8. Die Idee einer unpersönlichen Systemtheorie jedoch wird in Bausch und Bogen verworfen

  9. Chaos und Ordnung sind Begriffe, die noch weniger brauchbar sind als andere, ebenfalls leere Begriffe

18.06.06

Permalink 09:40:59, von Olaf, 152 Wörter, 910 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich

  1. Das wahrnehmbare Universum ist vergleichbar mit einer (endlosen oder endlichen) Mischung (endlich oder unendlich vieler) verschieden farbiger Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte mit verschiedenen Bindungs- und Abstoßungseigenschaften, die ineinander strömen, sich ver- und entflechten, Impuls und Substanz austauschen und ihr eigenes Regelwerk darstellen.

  2. Der Vergleich hinkt.

  3. Die Bildung von Begriffen ist die beliebig arbiträre, rein menschliche Ein- und Ausgrenzung, Identifizierung und Diversifizierung beliebiger Teile eines vermutlich ohnehin sehr kleinen wahrgenommenen Teils dieser schwabbelnden Masse.

  4. Die obige a priorische Verwendung von Begriffen, obgleich gemildert durch das Wort "vergleichbar", ist ein prinzipieller Widerspruch: "prinzipiell", weil er dem Prinzip "Wahrnehmung" inhärent ist. Natürlich ist die schwabbelnde Masse nichts weiter als eine Wahrnehmung zweiten Grades (eine sog. "Annahme").

  5. Ein Gottesannahme ist ein mögliche, wenn auch nicht besonders intelligente Alternative.

  6. Trifft der Vergleich in 1. zu, ist das Leben ein Kampf um farbige Flüssigkeiten, und "edel" ist (als Beispiel), wer auf eine naheliegende Sättigung verzichtet, um eine feinere zu erlangen.

09.06.06

Permalink 01:04:00, von Olaf, 255 Wörter, 944 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Alles

Nichts ist übrig, es in den "Verstehen" genannten Artefakt zu zwingen, ohnehin, und es ist im herkömmlichen Sinne beeindruckend zu sehen, auf welch eindrucksvolle Weise das übrig seiende Nichts weiter dezimiert wird. Wie kann das zusammenhängen: 4 (vier) Milliarden Jahre Evolution, und nach all den natürlichen, mystischen, mythischen und gigantischen Verwerfungen und Verschiebungen der Erdgeschichte, aber auch nach den Opfern der Schamanen und der Ehrlichkeit der Märtyrer, entstehen bis ins Mark korrupte Erscheinungen (die faschistische Fifa sei ein belustigendes Beispiel (hoffentlich werde ich dafür verklagt von diesen nicht existenzberechtigen (welcher Maßstab auch immer dafür herhalten möge) Wesen)), nach all dieser Zeit: das wirft ein spezielles Licht, das lässt einen zuweilen hoffen, dass der absolute Konstruktivismus einen (in demselben fiktiven da konstruierten) Wahrheit entspräche (die Frage schluckend, welcher Realität gegenüber das Universum denn konstruiert sei): weil: ich selbst mache diesen Unsinn: immer noch besser als sich der Verzweiflung stellen zu müssen, die entsteht, wenn klar wird, dass diese Welt ein direktes, jedem erträglichen Bild der Welt widerstrebendes Ergebnis der Prozesse des göttlichen, daoistischen Universums ist. Und doch ist es das: alles was ich hereinkonstruieren kann ist ein Schritt um die Ecke, eine kleine Mittelbarkeit: aber wir müssen uns stellen: die Fifa, die NSDAP, die CSU, die Vergewaltiger, die Rassisten gibt es in diesem unseren Universum: und es ist nicht nur eine Frage von vier Milliarden Jahren: es sind Weltzeitalter, die hier zur Disposition stehen: denn was war vor dem Urknall? - was ist das alles? - warum ist es nicht ewig? - warum ist es ewig? - wie kann das sein?

05.06.06

Permalink 22:13:41, von Olaf, 2 Wörter, 895 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Gutes Qi ist schlechtes Qi

Oder nicht?

26.03.06

Permalink 10:17:18, von Olaf, 134 Wörter, 1011 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Freiheiten

Es hat bestimmt schon mal jemand folgendes gesagt (es klingt geradezu wie ein brauchbarer Spruch):
"Die Menschheit zerfällt in zwei Teile: jene, die um ihre Freiheit kämpfen und jene, die mit ihr nichts anzufangen wissen."

-

Dieser Tage wirkt die Welt unnatürlich. Ich habe die Frage nach dem Ursprung aller Wahrnehmung (und damit besagter Welt) so penetrant im Kopf wie selten. Frage mich, ob die Frage a) falsch gestellt ist, b) ob diese in diesem Satz gerade ausgedrückte Frage falsch gestellt ist, oder c) ob mir gar nicht klar ist, um welche Frage es sich handelt. Frage ich "'Wo' kommt das Spektakel her?", erwarte ich einen Ort oder eine Logik als Antwort (eine Erwartung, die ebenfalls meinem Wahn entspringt).

-

So langsam könnte es mal aufhören. Wieder keine Chance, "es" zu definieren (und dann zu filetieren).

15.02.06

Permalink 11:09:33, von Olaf, 335 Wörter, 782 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Phasen

Älter: ein Jahr: postuliert seien ein nicht unendliches Universum und das "Ereignis an sich": gegeben sei nun eine Menge M des möglichen "Ereignisse an sich" innerhalb der als nicht unendlich angenommenen dinglichen Welt: gegeben sei ferner eine Menge T der tatsächlich eingetretenen "Ereignisse an sich": gegeben sei ferner eine Menge S der irgendwo von irgendwem wahrgenommenen Ereignisse: sowie eine Menge Q der hier nicht betrachteten oder nicht betrachtbaren Ereignisse und Nicht-Ereignisse im Sinne von Entitäten und Nicht-Entitäten. Im zweiten Schritt bilden wir alle genannten Arten von Ereignissen auf Ströme ab, in denen Qualitäten verschoben werden (Beispiele: Du isst ein Stück Tofu; es regnet; Du bekommst Bestätigung in Form von Applaus; ein Missbrauch; ein Gebrauch), sich verbinden und zerfallen. Sofort fällt auch den naiven RealistInnen an dieser Stelle zunächst auf, dass Ereignisse nicht abgrenzbar sind und sein können, weil sie von Bedeutung befleckt sind: subjektiv halt, bis zum Erbrechen: bedeutet dies, dass keine der oben postulierten Mengen diskret sein kann? oder dass zur Menge der Ereignisse sowohl ihre (ebenso nicht abgrenzbaren) Atome (im nicht zerlegbaren Sinne (was nicht sein kann, denn was ich nennen kann, habe ich bereits zerlegt)) als auch sämtliche Kombinationen gehören? oder dass schneller als die Polizei erlaubt der Begriff des Ereignisses fallen gelassen werden sollte? oder dass - frei nach Fichte - erst der Mensch mit ihren Vorlieben und seinen Abneigungen da ist (aus dem Herzen strömen sie, nicht aus der Geschichte, der Vergangenheit: die Geschicke, Geschichte und Vergangenheit folgen nur dem Zucken der Herzen) und dann ihre Weltanschauungen, seine Philosophien und Theorien? oder dass - und hier kommen wie (wieder frei nach Fichte) zu dem Motiv dieses Textes: heute ist mir alles Irdische einerlei, gefängnishaft, wiederholt, berechenbar, wo nicht deduzierbar ist es induzierbar, wo nicht praktisch so doch prinzipiell (demnächst an dieser Stelle: was zum Teufel ist eigentlich ein "Prinzip"?) folgerbar aus - wenngleich riesigen, so doch in ihrem Trug durchschaubaren - Mannigfaltigkeiten. Mit anderen Worten: zeige mir eine Theorie, Idee oder Philosophie, die nicht stimmungs- und charakterabhängig ist, und ich zeige Dir eine grenzenlose Freiheit.

Permalink 00:51:08, von Olaf, 118 Wörter, 769 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Stufen des Zerfalls

Den Zerfall lieben: er kommt ohnehin (wie sein Bruder "Entstehung"): auf allen Ebenen: Körper, Staat, Weltbild, Natur, Idee, Geist: kaum zu glauben, dass hinter der zerfallenden und auch den zerfallenen Dingen noch eine Klarheit warten soll (so wird behauptet), die so anders ist in ihrem Wesen als die Unklarheit, die ein halbwegs lange genug auf einen Punkt (oder viele Punkte, die einen Kreis bilden, der mit anderen Kreisen immer multidimensionaler wird: was auch immer) blickender Mensch notgedrungen in allen Betrachtungen am Ende immer wieder findet: eine Klarheit, die wesensmäßig in keiner von niemandem denkbaren Weise in einen Gegensatz oder auch nur ein Verhältnis zu besagter Unklarheit setzbar ist.

Auch wenn ich das mit diesem Satz gerade getan habe.

04.01.06

Permalink 23:59:59, von Olaf, 96 Wörter, 966 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Gras (4)

Gras wächst dergestalt, dass Ziegen es essen wollen (ich aß grad ein Stück von einer Ziegenrolle (Bio)): warum ist das Weltall nicht lieber eine inerte Masse, anstatt dass ausgerechnet alles einander verzehrt? Und man komme mir nicht mit einem anthropischen Prinzip, dass wir gerade dies hier wahrnähmen: denn so viel stärker ist meine intuitive Schau: das Gewicht des Rätsels auf meiner Seele ist Blei gegen die bloß philosophische Feder anthropomorpher Weltbildung.

War eben mit L. im Gorky, davor gelernt und Nudeln mit Kirschtomaten gemacht: davor joggen im Fitness.

Jetzt ist 1:53 Uhr, aber es gehört in den 4.1.

Anmerkungen und Betrachtungen zu Grundsätzlichem

Hirnausflüsse von Olaf. Manche wollten das lesen. Wenige, aber immerhin. Es fügt der Welt Informationen hinzu.

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