Archiv für: November 2005

20.11.05

Permalink 11:16:57, von Olaf, 170 Wörter, 673 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Die unendlichen Grade Fremdheit - Horizonte - nicht einmal mehr Grade

Mache ich mir - wie an so vielen ruhigen Sonntagen - klar, wie nah das Fremde, wie in ausgerechnet jedem Ding ein Alien steckt, gehe ich zunächst durch ein turbulentes Chaos und werde dann recht ruhig (niemals ganz ruhig, sonst bräuchte ich nicht unter Benutzung alter chinesischer Methoden danach streben (streben-sterben)): nur Zentimeter entfernt ist das Fremde in den vertrautesten Gegenständen, Menschen, Worten: im Grunde ist das Fremde im als fremd Erkannten (z. B. Thais) näher als im Vertrauten: denn natürlich ist "Fremd" nur ein Gefühl: für "fremd" und "nicht fremd" sind die Möglichkeiten einer unabhängigen Existenz, wie sie sich für Teekannen oder auch Atome wenigstens noch denken lässt (wenn man nicht zu genau denkt), quasi nicht mehr gegeben. Wieso gibt es dann diese Wörter? Nur wegen der feindlichen Stämme, die wir einst im Busch waren, oder wegen unbekannter giftiger Pflanzen?

An Sonntagen wie diesem denke ich da anders: "fremd/nicht-fremd" sind als Kategorien dem Menschen immanent: ohne sie kein Mensch. Wieso die menschliche Fähigkeit zu einem Gefühl mit genau dieser Qualität?

Permalink 11:01:24, von Olaf, 369 Wörter, 742 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Wie ich die Welt sehe (Heute: Interpolationen, Systeme und Ego)

Gedanke und Nicht-Gedanke gleich. Ströme, Felder, Energien, Interaktionen, die gleichzeitig auch keine sind, sondern in dem leeren Raum zwischen meinen Augen und meinem Hirn entstehen und von meinem Herzen bewertet werden: und dies geschieht aufgrund seiner Struktur: Löcher, die sich füllen wollen, Speicher, die sich entladen wollen ("Wollen" wie Gravitation in der Physik). Meine Sicht der Dinge ist, meine Welt, mein Weltbild, ist wenigstens tertiär, wahrscheinlich aber viel, viel weiter außerhalb dessen, was fälschlich "Selbst" genannt wird: schwankend verortet: die dicke Fettschicht einer wild gewachsenen Psyche bestimmt Inhalt und Form meiner "Sicht": ihrerseits werden die Filter und Ströme der dicken Fettschicht erzeugt und laufend verändert von einem Drinnen, das "ich" von einem Draußen betrachte: "Schon-Da-Seiendes": die Quelle, die innerhalb des willkürlichen, sich laufend ändernden "Ich-Perimeters" alle Dinge erzeugt.

Die Details kenne ich nicht: einerseits geht "Kennen", "Wissen" nicht in der Weise, wie es naiv interpoliert wird, andererseits ist der Blick nach Innen verstellt, vernebelt, verborgen: das erste, und nur das erste, Hindernis ist hier das Wort - die Idee - "Innen" selbst. "Wissen" ist eine Idee. "Selbst" ist eine Idee. "Innen" ist eine Idee. Der Begriff der "Idee" ist eine Idee. Die Möglichkeit der Verwendung von Gänsefüßchen, die ein Wort im weitesten Sinne als "nicht ganz so gemeint" kennzeichnet, ist nur ein Element aus einer Mannigfaltigkeit, von welchen die größten unter uns vielleicht zehn oder zwanzig kennen.

Jedes umfassende System - jedes System ohne Außen, also jedes von Philosophie angestrebte - besteht aus fiktiven Inhalten, Grenzen und Verbindungslinien: der erste Fehler ist, die Natur der Grenzen, der zweite die der Verbindungslinien zu vergessen, die alle Teil des Systems sind: äußere Begriffe wie "System" und "Teil" sind ebenfalls Teil des Systems.

Beinahe alles Geschaute, Geschriebene, Gedachte ist Interpolation, deren Wesen sich immerhin zuweilen feststellen lässt: Zwischenmenschliches basiert darauf: Bewunderung, sich Hochziehen, Mitgefühl, Opfereinschätzung. Eigentlich lächerlich: was sich alles aus der Manipulation der Interpolationsfunktion der Psychen unserer Mitmenschen saugen lässt: das ist das ubiquitäre Ego-Spiel.

Münden deswegen jene Philosophien, die sich mit dem Denken selbst befassen und Kategorie um Kategorie auflösen, wenn sie nicht stehenbleiben, in Chan (Zen)? Oder gibt es einen Abzweig, den ich nicht sehe, weil er hinter dem Horizont eines Raumes, den ich nicht kenne, liegt? Ich würde es so gerne wissen.

17.11.05

Permalink 07:35:03, von Olaf, 29 Wörter, 717 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Skandhas

Manchmal hasse ich Skandhas, manchmal hoffe ich auf Skandhas, manchmal liebe ich Skandhas.

(Manchmal will ich ein Ich, manchmal fürchte ich es, manchmal bin ich froh keins zu besitzen).

05.11.05

Permalink 11:19:42, von Olaf, 112 Wörter, 744 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Tage, flüssig, schräg und schön...

...und wodurch? Was macht alles so anders als meine Volksseele erwartet? Kommt die Andersheit aus derselben Quelle wie die Erwartung? Oder ist die Erwartung gesund und die Flüssigkeit, Schrägheit, Schönheit eine polymorphe Perversion, vielleicht die eines mit zu vielen Absichten gelebten Lebens? Oder eines (gemessen an welchem, von wem stammenden Maßstab) ungelebten, nicht ausreichend gelebten Lebens? Welche Form haben unsere Herzen wirklich (den absoluten irdischen Begriff der Form fassen wir mal als breit angelegte Metapher einer bislang fiktiven, nicht metaphierbaren Nicht-Größe ohne Möglichkeit einer positiven Definition auf)? Ist diese Frage dieselbe wie "Was ist?" oder "Was ist der Fall?"? Oder, wenn die Nicht-Antwort [ab hier nicht mehr sagbar und deswegen wohl beendet]

01.11.05

Permalink 11:20:52, von Olaf, 123 Wörter, 764 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Nie Balance

Balance hat es in meinem (schon dieser Ausdruck ein Hohn) nur gegeben, als ich noch nicht darüber nachgedacht hatte: als ich überhaupt noch nicht gedacht hatte: oder diesen Ausdruck nicht kannte: Nebenfiguren bevölkerten meine Welt, Schauplätze ohne Geschichte, ohne Plan, ohne Absicht: danach wurde alles "schräg" (daher: "Balance"): "stimmte" nicht mehr: nie mehr. "Traumhaft" trifft es nicht, "theaterhaft" auch nicht: dazu sind die Dinge zu nah, zu unmittelbar: aber dennoch irgendwie falsch: als schwebte ein Aufwachen in einer mittelbaren Zukunft (diese jedoch ohne den Aspekt der Zeitlichkeit, die in dem Wort wohnt): geboren, dieser Körper, dieser Geist, diese Gedanken, Gefühle, Freunde, Farben, Meinungen: und nicht "meins", nicht einmal das hier Sprechende ist "Ich"; Buddha meint: "nicht identifiziere ich mich mit [dem ganzen Zeug].

Anmerkungen und Betrachtungen zu Grundsätzlichem

Hirnausflüsse von Olaf. Manche wollten das lesen. Wenige, aber immerhin. Es fügt der Welt Informationen hinzu.

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