Archiv für: 2005

27.12.05

Permalink 20:51:28, von Olaf, 42 Wörter, 740 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Laute Stille heute

Ein ruhiges Herz ist ein unruhiges Herz.
Kein Herz ist auch ein Herz.
Daher rede ich nicht mehr und sage ein Wort zuviel.
Kein Duidai ist auch Duidai. Hinaus gehen heißt innerhalb stehen.
Da kommt - ganz überraschend - ein Deutsches: abwarten, Tee trinken.

26.12.05

Permalink 14:47:16, von Olaf, 99 Wörter, 775 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Summe des Jahres

Zwischen den Tagen nicht viel Rauch: mit der Familie hat es prima geklappt: sumpfe ein wenig rum ohne Gewissen (in jedem Fall ohne schlechtes): draußen herrlicher Schnee lässt Zwang entstehen (rausgehen): finde mich mit dem Gefühl ab, im Leben keine Spur zu hinterlassen: warum auch: jede Schneeflocke ist einmalig und vergeht (und hier fällt wieder einmal auf, dass der Begriff "desselben" allzu menschlich daherkommt: an der Frage nämlich, ob eine zu einem späteren Zeitpunkt fallende Schneeflocke mit absolut identischer Kristallstruktur "dieselbe" Flocke ist wie die von gerade eben: nie ist etwas desselbe, nie verschieden: warum also eine Spur hinterlassen?).

15.12.05

Permalink 16:32:20, von Olaf, 139 Wörter, 774 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Ordnung

Ordnung und Unordnung sind wie ausgerechnet alle (ein Dauerbrenner, dieses Thema) allzu menschliche Begriffe: Ordnung ist eine Vorstellung: jeder Begriff selbst stellt bereits eine Ordnung dar: Ordnung hat eine Energie, z.B. in einem Zimmer: es gibt kein Attribut der Ordnung, das nicht auch eines der Unordnung ist: im Begriff der Ordnung liegen bereits alle menschlichen Irrtümer verborgen: in der Physik muss gelten, dass entweder die Zeit einen Anfang hat oder Entropie umkehrbar ist: selbst nach der besten Definition stehen Ordnung und Unordnung zueinander in einem quantitativen Verhältnis (die Mütter sollen sich also nicht so haben) auf einer linearen Skala (auch die Definition eines Qualitätssprungs ist wie immer willkürlich (was haben die Leute nur immer)): den Systemikern zu misstrauen (Nietzsche) und selbst auch nur eine einzige Aussage zu treffen ist nicht ganz sauber.

Lasst uns lieber im Unendlichen wandeln.

20.11.05

Permalink 11:16:57, von Olaf, 170 Wörter, 703 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Die unendlichen Grade Fremdheit - Horizonte - nicht einmal mehr Grade

Mache ich mir - wie an so vielen ruhigen Sonntagen - klar, wie nah das Fremde, wie in ausgerechnet jedem Ding ein Alien steckt, gehe ich zunächst durch ein turbulentes Chaos und werde dann recht ruhig (niemals ganz ruhig, sonst bräuchte ich nicht unter Benutzung alter chinesischer Methoden danach streben (streben-sterben)): nur Zentimeter entfernt ist das Fremde in den vertrautesten Gegenständen, Menschen, Worten: im Grunde ist das Fremde im als fremd Erkannten (z. B. Thais) näher als im Vertrauten: denn natürlich ist "Fremd" nur ein Gefühl: für "fremd" und "nicht fremd" sind die Möglichkeiten einer unabhängigen Existenz, wie sie sich für Teekannen oder auch Atome wenigstens noch denken lässt (wenn man nicht zu genau denkt), quasi nicht mehr gegeben. Wieso gibt es dann diese Wörter? Nur wegen der feindlichen Stämme, die wir einst im Busch waren, oder wegen unbekannter giftiger Pflanzen?

An Sonntagen wie diesem denke ich da anders: "fremd/nicht-fremd" sind als Kategorien dem Menschen immanent: ohne sie kein Mensch. Wieso die menschliche Fähigkeit zu einem Gefühl mit genau dieser Qualität?

Permalink 11:01:24, von Olaf, 369 Wörter, 773 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Wie ich die Welt sehe (Heute: Interpolationen, Systeme und Ego)

Gedanke und Nicht-Gedanke gleich. Ströme, Felder, Energien, Interaktionen, die gleichzeitig auch keine sind, sondern in dem leeren Raum zwischen meinen Augen und meinem Hirn entstehen und von meinem Herzen bewertet werden: und dies geschieht aufgrund seiner Struktur: Löcher, die sich füllen wollen, Speicher, die sich entladen wollen ("Wollen" wie Gravitation in der Physik). Meine Sicht der Dinge ist, meine Welt, mein Weltbild, ist wenigstens tertiär, wahrscheinlich aber viel, viel weiter außerhalb dessen, was fälschlich "Selbst" genannt wird: schwankend verortet: die dicke Fettschicht einer wild gewachsenen Psyche bestimmt Inhalt und Form meiner "Sicht": ihrerseits werden die Filter und Ströme der dicken Fettschicht erzeugt und laufend verändert von einem Drinnen, das "ich" von einem Draußen betrachte: "Schon-Da-Seiendes": die Quelle, die innerhalb des willkürlichen, sich laufend ändernden "Ich-Perimeters" alle Dinge erzeugt.

Die Details kenne ich nicht: einerseits geht "Kennen", "Wissen" nicht in der Weise, wie es naiv interpoliert wird, andererseits ist der Blick nach Innen verstellt, vernebelt, verborgen: das erste, und nur das erste, Hindernis ist hier das Wort - die Idee - "Innen" selbst. "Wissen" ist eine Idee. "Selbst" ist eine Idee. "Innen" ist eine Idee. Der Begriff der "Idee" ist eine Idee. Die Möglichkeit der Verwendung von Gänsefüßchen, die ein Wort im weitesten Sinne als "nicht ganz so gemeint" kennzeichnet, ist nur ein Element aus einer Mannigfaltigkeit, von welchen die größten unter uns vielleicht zehn oder zwanzig kennen.

Jedes umfassende System - jedes System ohne Außen, also jedes von Philosophie angestrebte - besteht aus fiktiven Inhalten, Grenzen und Verbindungslinien: der erste Fehler ist, die Natur der Grenzen, der zweite die der Verbindungslinien zu vergessen, die alle Teil des Systems sind: äußere Begriffe wie "System" und "Teil" sind ebenfalls Teil des Systems.

Beinahe alles Geschaute, Geschriebene, Gedachte ist Interpolation, deren Wesen sich immerhin zuweilen feststellen lässt: Zwischenmenschliches basiert darauf: Bewunderung, sich Hochziehen, Mitgefühl, Opfereinschätzung. Eigentlich lächerlich: was sich alles aus der Manipulation der Interpolationsfunktion der Psychen unserer Mitmenschen saugen lässt: das ist das ubiquitäre Ego-Spiel.

Münden deswegen jene Philosophien, die sich mit dem Denken selbst befassen und Kategorie um Kategorie auflösen, wenn sie nicht stehenbleiben, in Chan (Zen)? Oder gibt es einen Abzweig, den ich nicht sehe, weil er hinter dem Horizont eines Raumes, den ich nicht kenne, liegt? Ich würde es so gerne wissen.

17.11.05

Permalink 07:35:03, von Olaf, 29 Wörter, 746 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Skandhas

Manchmal hasse ich Skandhas, manchmal hoffe ich auf Skandhas, manchmal liebe ich Skandhas.

(Manchmal will ich ein Ich, manchmal fürchte ich es, manchmal bin ich froh keins zu besitzen).

05.11.05

Permalink 11:19:42, von Olaf, 112 Wörter, 776 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Tage, flüssig, schräg und schön...

...und wodurch? Was macht alles so anders als meine Volksseele erwartet? Kommt die Andersheit aus derselben Quelle wie die Erwartung? Oder ist die Erwartung gesund und die Flüssigkeit, Schrägheit, Schönheit eine polymorphe Perversion, vielleicht die eines mit zu vielen Absichten gelebten Lebens? Oder eines (gemessen an welchem, von wem stammenden Maßstab) ungelebten, nicht ausreichend gelebten Lebens? Welche Form haben unsere Herzen wirklich (den absoluten irdischen Begriff der Form fassen wir mal als breit angelegte Metapher einer bislang fiktiven, nicht metaphierbaren Nicht-Größe ohne Möglichkeit einer positiven Definition auf)? Ist diese Frage dieselbe wie "Was ist?" oder "Was ist der Fall?"? Oder, wenn die Nicht-Antwort [ab hier nicht mehr sagbar und deswegen wohl beendet]

01.11.05

Permalink 11:20:52, von Olaf, 123 Wörter, 795 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Nie Balance

Balance hat es in meinem (schon dieser Ausdruck ein Hohn) nur gegeben, als ich noch nicht darüber nachgedacht hatte: als ich überhaupt noch nicht gedacht hatte: oder diesen Ausdruck nicht kannte: Nebenfiguren bevölkerten meine Welt, Schauplätze ohne Geschichte, ohne Plan, ohne Absicht: danach wurde alles "schräg" (daher: "Balance"): "stimmte" nicht mehr: nie mehr. "Traumhaft" trifft es nicht, "theaterhaft" auch nicht: dazu sind die Dinge zu nah, zu unmittelbar: aber dennoch irgendwie falsch: als schwebte ein Aufwachen in einer mittelbaren Zukunft (diese jedoch ohne den Aspekt der Zeitlichkeit, die in dem Wort wohnt): geboren, dieser Körper, dieser Geist, diese Gedanken, Gefühle, Freunde, Farben, Meinungen: und nicht "meins", nicht einmal das hier Sprechende ist "Ich"; Buddha meint: "nicht identifiziere ich mich mit [dem ganzen Zeug].

30.10.05

Permalink 10:02:24, von Olaf, 218 Wörter, 743 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Wie immer nichts

Zeitumstellung: als löste sich die Zeit nicht ohnehin mit jedem Schritt aus unserer Wahrnehmung, wenn sie Umgebung wird und sich von uns trennt: was manchmal ist unser Schmerz dann nicht mehr unser Schmerz (was - ehrlich wie wir sind - uns dann wichtiger ist als wenn die Freude diesen Weg geht: diesen Weg des Verschwindens): nur noch Schmerz, wie ein Blatt (Herbst ist's) oder halt Wind oder ein Stück abgefetzter Autoreifen, extern: und in der Tat, wo sollen sie sich wie unterscheiden (oder identisch sein), wo endet ein Körper (unserer oder der eines Blattes)? Und mehr (Begriffe) geht den Weg des Blattes, des Schmerzes, des Körpers: "Eins", "Viele", "der Fall Sein" - dass selbst "der Fall Sein" endet, sich als unscharfe Betrachtung entmündigt, als ebenso undefinierbar wie weniger tief implementierte Sichten.

O wie sie mich hin zu sich zieht, die Brille der Undefinierbarkeit: und warum nur? - ist sie da wieder, die alte Erlösungshoffnung? - schaut hinter aller Dekonstruktion doch wieder eine Engelin hervor?

Jeden Tag einen Begriff auflösen (siehe hierzu auch hier), auch solche wie "Solche" (das Ähnlichkeitskonzept), "auch" (auch Ähnlichkeitskonzept), "wie" (auch wieder Ähnlichkeitskonzept), "Ding" (Trennungs- vs. Identitätskonzept), "möglich" (Realitäts- vs. Idealitätskonzept), "Realität - Idealität" (Konzeptskonzept), "Konzept" (Realitäts- vs. Idealitätskonzept): und sich nicht fragen, wieso es günstig (und "günstig" nicht hinterfragen) ist, diesen Prozess mit stiller Beschaulichkeit oder spontaner Bewegungsmeditation zu unterstützen.

25.10.05

Permalink 18:34:10, von Olaf, 132 Wörter, 732 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Regen, Katastrophen, Sein, Welten, Nichts

Schräge Nebeneinanderherheit der Welten: ohne Berücksichtigung des seltsamen, aber wie kein anderes kulturbestimmenden Gegensatzpaares "eingebildet" und "real" binde ich mich an alle meine Welten nacheinander: die Liebe (bin ich zusammen?), die Arbeit (werde ich überleben und dabei anerkannt und glücklich sein?), das Heim (da kehre ich immer hin zurück, es ist gemütlich und sicher, und wenn ein anderer Mensch da mit mir ist, muss ich mich vertragen), den Schrecken (Kindersoldaten, Wirbelstürme, Hunger, Vogelgrippe, Elend, Verenden, Merkel, Töten, Hassen), das Alles-Nichts (Meditation, Suche, Verschwinden, Verschmelzen), der Ausdruck (Musik, Blog, Diskussion): hin und wieder ziehe ich eine heraus und ziehe sie vor, hin und wieder halte ich eine für die einzige und wichtigste: hin und wieder bin ich bewusst und halte sie alle nebeneinander, außerhalb, gleich wichtig: nie bin ich alle: immer wandere ich.

19.10.05

Permalink 17:47:16, von Olaf, 200 Wörter, 712 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Tiger

Sinnfreiheit stiftend, die Tanne bügelnd, ein neuer Tag im goldenen Herbst, Klinke putzend, Gedanken waschend, ein Ende, eine Tante, ein Wald. Im Schatten einer Großmacht, der größten: der eigenen Wahrnehmung; deren Minister: die Ideen, Vorurteile, Prägungen, Wünsche, Begehren: wartend, auf eine eigene Größe vielleicht, einen Erlösungsengel, eine Vision, eine Beruhigung: schreitend, denselben Pfad oder einen anderen, egal: jedenfalls einen möglichen: sich in einer möglichen Welt bewegend, einer Welt, die durch ihre Möglichkeiten eingeschränkt ist, der a priori eine Langeweile immanent ist (oder wird, wenn wir noch nicht lange genug gelebt haben und die Tatsache eines Möglichkeitenhorizonts uns fremd ist): das Unmögliche suchend, oder das Nichts: die Einsicht des Möglichkeitenhorizonts zu einer Kraft verfeinern: Kraft genug, den Schritt ins Nichts zu tun (ohne zu sterben (ohne zu leben: jedenfalls wie bisher)): fallen: wieder Tannen putzen, nun aber goldene Tannen, die schon immer glänzen: oder nicht putzen: oder putzen und nicht putzen oder nicht putzen und nicht nicht putzen oder ignorieren oder nicht mal das oder: keine nenn-, denk- oder erfassbare Handlung vollziehen (und ebenso nicht deren Negation): Dinge des Alltags tun: abwaschen (oder in den Geschirrspüler stellen): und das keineswegs langsamer als früher (aber auch nicht unbedingt schneller oder genauso schnell).

Permalink 11:20:28, von Olaf, 147 Wörter, 757 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Tage sinnvoll verbringen

Für manche ist "Was tun" keine Frage: die Zeit strukturiert sich von selbst, natürlich: andere messen, und die Natur der Latten ist mannigfaltig an sich: für manche ist das Schreiben eines Buches valide im Sinne eines "sinnvoll" verbrachten Zeitraums, Kreativität allgemein gilt als relativ einfach validierbar: ebenso die Zubereitung von (biolgisch angebauter) Nahrung, besonders für andere Menschen: überhaupt "andere Menschen": ein Wert an sich, kaum hinterfragbar: wir haben also schon mal "Kreativität" und "andere Menschen": kommt hinzu "Natur", entweder dort sein oder sie schützen: "Arbeit", sehr gesellschaftlich, in vielen Kreisen stets valide, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß: Sport weit weniger, zum Beispiel, oder Musik (hören, nicht machen): "Lernen", wunderbar, ohne die Frage nach dem Zweck (dessen Validität sich wiederum aus der Menge der anderen Mitglieder der Menge der Sinne ergeben müsste, was in so manchem Fall der Fall ist).

Sinnvalidität führt zu Zufriedenheit, diese zu gesundem Blutdruck.

15.10.05

Permalink 21:02:41, von Olaf, 156 Wörter, 730 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Wie ist das alles zu bewerten?

Wilde Theorien über die Welt (die ganze, der Fall seiende, nicht die physikalische, nicht die der Psyche, nicht die der Liebe) kreuzen in Hirn und Seele, ändern sich als Funktionen des Herzens (der Freude, des Leidens, der Kultur, der individuellen und kollektiven Phantasie): und hier sind ein mal paar:
- alles ist gut und wir sind hier um zu lernen
- eigentlich ist alles eins und wir sind Wir als getrennte und wollen zurück: also ist alles eher schlecht
- alles ist neutral, physikalisch, daoistisch
- alles ist weder eins noch nicht eins noch weder eins noch nicht eins noch sowohl eins als auch nicht eins, buddhistisch
- alles ist vollkommen anders als jede Möglichkeit der Wahrnehmung einschließlich des Denkens (und einschließlich der Möglichkeit zur Validierung dieses Satzes)
- alles ist gut, nur die Menschen sind schlecht
- alles ist schlecht, nur Gesetze schützen uns ein wenig, und Naturwissenschaften
- noch ist alles schlecht, aber irgendwann ist Himmel

Wer findet noch ein paar Tausend?

Permalink 00:32:50, von Olaf, 188 Wörter, 705 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Gibt es "Geben"? - ein Pamphlet gegen Vorurteile

Erst lernen wir (in unserem philosophischen oder meditativen oder buddhistischen oder taoistischen Diskurs), dass es kein Rot "gibt" (oder verlernen Rot, nachdem wir es als Kleinlinge mit allen anderen Dingen - Vorurteilen - gelernt haben): dann verlernen wir (im Sinne der letzten Klammer), genauer werdend, dass es Objekte des Riechens, Schmeckens, Hörens, Fühlens, Sehens und Denkens gibt (wobei wir letzteres noch nicht sofort erfassen): dann verlernen wir Eindrücke wie Raum, später Zeit: und heute verschwinden Dinge wie Ströme, Konglomerate, Anordnungen, Ideen: und dann Systeme: Zusammenhänge (nicht die zwischen irgendwelchen Dingen erster oder n-ter Ordnung, sondern "Zusammenhänge" selbst, der Begriff, dass "etwas" mit "etwas anderem" zusammenhängt, und zwar nicht nur, weil die Unterscheidung (die wir längst verloren haben, ebenso wie die Identität) zwischen "etwas" und "etwas anderem" nicht trägt, sondern die Idee des Zusammenhangs als solchem sich als Vorurteil vor uns stellt (später auch hinter und zwischen uns)): Ichs: Verortungen im weitesten Sinne: Sinn: Geben (Existieren): vielleicht noch ein paar mehr, und dann endet es wie eine Reise nach Jerusalem, wobei allerdings die Stühle die Vorurteile waren und wir auf dem Boden des vorurteilslosen Nichts landen, der immer noch da ist.

13.10.05

Permalink 08:38:49, von Olaf, 618 Wörter, 734 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Wie es auch nicht ist

Ein Ball - im All, schwebend, zwischen anderen: auf diesem bewegen sich bunte Punkte, lokale Intensitäten (über regionale (Völker, Stämme, Arten) und globale (Gaia, Kollektive) wird spekuliert), begrenzte unterschiedliche Grade an Freude und Schmerz, Angst und Lust, Unbekanntem und Bekanntem: bunte Punkte verbinden sich zu größeren, zerfallen, schlucken kleinere, zerstören andere, erhöhen andere, füllen, nehmen, verbinden sich: manchmal (in perfider, weil unerkennbarer Regelmäßigkeit) zerschlagen regionale Intensitäten andere regionale Intensitäten, um die lokalen Intensitäten ein wenig dicker zu machen, für eine Zeit (schwankende Intensität, besser: Einflussfaktor für die Stärke aller drei Intensitäten zu einem sogenannten von ihr selbst gegebenen Punkt): dann, in genauso perfider (aber als solches von den lokalen Intensitäten nicht wahrgenommener) Regelmäßigkeit, schlägt die globale Intensität eine Lücke in das Patchwork lokaler und regionaler Intensitäten (von denen sich manche nach dem Warum fragen, andere nicht: alle Antworten sind verschieden) ein, die bunten Punkte werden grau oder verlöschen: andere bunte Punkte suchen den Schmerz der geschlagenen bunten Punkte lokal zu lindern (warum?), wieder andere sehen einen Weg, ihre eigene Intensität zu erhöhen, dicker zu werden (auch darum, zweiten Grades: dicker werden). Regionale Intensitäten kontrollieren lokale Intensitäten (oder versuchen es), einzelne lokale Intensitäten haben manchmal erheblichen, erstaunlichen Einfluss auf regionale Intensitäten (und steigend auch auf die globale Intensität, auch hier aber niemals vollständig, erst recht nicht), selten einen aus der Sicht der meisten lokalen Intensitäten guten (darum dürfen die anderen lokalen Intensitäten, die Mehrheit, auch nur begrenzt eingekoppelt werden, müssen stellenweise zerschlagen werden, getäuscht, geleert): alle Intensitäten haben ihre eigenen Regeln, die seltsam - sehr seltsam - voneinander entkoppelt scheinen: lokale Intensitäten suchen nach Regeln auf der Ebene einer jeden Intensität, je nach Interesse bevorzugen sie die eine oder andere: manche vermuten Kopplungen, andere sind nicht interessiert: bei manche sind die lokalen Intensitäten Sklaven der regionalen, bei manchen sind lokale und regionale oder auch nur die regionalen Sklaven der globalen: manche sehen die regionale konstituiert auch lokalen, manche auch die globale: manche glauben an die Steuerbarkeit der regionalen oder gar der globalen Intensitäten durch die lokalen: "manche" sind hier immer lokale Intensitäten: lokale Intensitäten setzen sich zusammen aus noch lokaleren Intensitäten bis hin zu mikroskopischen, zellulären: oder auch Organen: oder auch Seelen, Herzen, Geistern: manche sind schon immer mehrere, mannigfaltig, manche halten sich besser als andere: manche regionale Intensitäten verlieren Teile, die dann zu - oft kreativen, oft mächtigen - subregionalen Intensitäten werden: manche hoffen auf ein Einsehen der globalen Intensität: manche hoffen auf weise, gutmütige lokale Intensitäten von außerhalb der globalen Intensität: manche erwarten sich alles von ihrer jeweiligen regionalen Intensität, manche nichts, manche hassen sie, auch anstelle einer nicht hassbaren andere lokalen Intensität: manche suchen ihre Intensität zu erhöhen, manche wollen aus dem Kampf der Intensitäten aussteigen (es sei ihnen respektvoll zugestanden, dies nicht als die Suche nach der Erhöhung ihrer Intensität zu sehen (einer speziellen, siehe unten)): manche sind verwirrt, manche haben Teilmengen in ihren Wahrnehmungs- und Denkapparaten, die eine hinreichende Konsistenz aufweisen (sie halten sie in der Regel für vollständig, bis auf einen zugestandenen, aber niemals genauen abgeschiedenen Bereich, den sie einer überglobalen Intensität zuschreiben).

Die Intensitäten selbst sind ebenfalls multiple, haben stets selbst Intensitäten, zerfallen und binden sich, haben Farben, Formen, Attribute, Werte, und diese Intensitäten wiederum haben Intensitäten: niemand (von den lokalen Intensitäten ersten Grades (wir führen "Grade" ein, stets der Anfang vom Ende) jedenfalls) kennt ein Ende: niemand einen Anfang: niemand auch nur ein Konzept für ein Ende und einen Anfang (wie können wir auch auf große Dinge übertragen, von den großen Dingen erwarten, was wir letztlich aus dem Kino und von der Wurst kennen?): niemand kennt mehr als die aus den Intensitäten gebildeten Formen und Farben, gebildet von Intensitäten innerhalb der Intensitäten (aber deswegen nicht weniger intensiv als die berühmtesten der Intensitäten, die "Intensitäten an sich").

05.01.05

Permalink 21:18:10, von Olaf, 82 Wörter, 686 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Klischees und Egoismen

Klischees und Egoismen: gibt für jede menschenbezogene Existenz (Satz, Person, Handlung, etc.) eine Perspektive, aus der diese Existenz ein Klischee ist: gibt für jedes Motiv der Seinswelt eine Perspektive, aus der sie egoistisch ist: das verinnerlicht (aber wer hat das schon für mehr als 5 Minuten, und ich rede nicht von Zynismus), überleben nur wenige Bücher und Ansichten: die anderen drehten sich (Imperfekt, weil sie ja nun tot sind) um eines der beiden in diesem klischeehaften Egoblog erstgenannten Substantive.

Anmerkungen und Betrachtungen zu Grundsätzlichem

Hirnausflüsse von Olaf. Manche wollten das lesen. Wenige, aber immerhin. Es fügt der Welt Informationen hinzu.

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