Kategorie: Tage

16.09.06

Permalink 00:48:36, von Olaf, 115 Wörter, 995 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Was sein muss

Es muss einfach so sein: in Anbetracht dessen, dass Freude, Glück und Seligkeit nicht linear mit den sie (scheinbar) begünstigenden Parameter ansteigen (und auf welcher Skala sollte dies stattfinden?) - will sagen, als einfaches, naives Beispiel: in der Tat macht die zweite Million nicht so glücklich wie die erste ("naives" Beispiel, daher) -, kann, darf, darf es auf keinen Fall so sein, dass das für das Leid dieser Welt gilt: Eltern sterben, Freunde, Folter: es muss, bitte bitte, es muss einfach so sein, dass sich das analog verhält, dass entweder neue Kanäle entstehen, auf denen unvorstellbares Leid abfließt, oder dass es - wie beim Reichtum - wie das Glück nicht mit der verfügbaren Geldmenge ansteigt.

27.06.06

Permalink 23:35:07, von Olaf, 110 Wörter, 804 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich 3

  1. Einfache, umfassende, "Schärfe-irrelevante" Begriffe (Milch, Fußball, Fahrkarte) funktionieren in ihrem Kontext recht gut: überindividuelle Übereinstimmungen lassen sich problem- und stresslos finden; wird die Schärfe geringfügig verringert (ohne an sich die Komplexität zu erhöhen), wird es schwieriger (Emulsion, Abseits, erhöhtes Beförderungsentgeld); die Verwendung von "Seele", "Existenz", "Selbst", "An-sich-und-für-sich" uvm. hingegen überstrapaziert "Idee", "Wesen" und "Potenzial" von Begriffen "als solchen" und ist "im Grunde" "sinnlos" (außer zur Belustigung einer netten, rotweingestützten Abendrunde)

  2. Gäbe es nicht den Schmerz, wäre es zwingend, begrifflich die Welt als ein Spiel zu betrachten: Schmerz ist so eine Art "künstlicher Ernst"

  3. RichterInnen sind Erscheinungen einer Gesellschaft (in noch stärkerem Sinne als Wahrheit): keine Chance für Absolutheit auch hier

20.06.06

Permalink 21:41:38, von Olaf, 185 Wörter, 887 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich 2

  1. Für Menschen ist Relatives stets wichtiger als Absolutes (Preise etwa werden meist kontextintern verglichen: wer frei heraus ein Glas Apfelsaft im Restaurant für 2 EUR kauft, kann durchaus bei einer Flasche für 1,50 EUR im Laden zögern; oder das wirkliche Leben wird mit dem individuell möglichen verglichen)

  2. Auch die krassesten Prolls sind ein Produkt des Universums

  3. Wahrheit braucht Begriffe

  4. Wahrheit ist eine schwingende bunte Flüssigkeit, Intuition eine Resonanz

  5. Bunte Flüssigkeiten sind nicht wahr, ebenso wie sie nicht existent sind: der Begriff "als solche" ist für sie nicht definiert (Vermeidung Kant'scher Dilemma)

  6. Es gibt viele Wege, die in relativ oder meta-stabilen Flüssigkeitsclustern gespeicherte Energie für sich nutzbar zu machen: Liebe und Vernichtung sind Beispiele, aber auch Identifikation oder Abgrenzung

  7. Jegliche diesen Punkten zugrunde liegende Systemansätze sind Produkte meiner Persönlichkeit; die Idee einer Systematisierbarkeit des Universums (oder die Idee eines Universums selbst) wird nicht verfolgt, aber auch nicht ausgeschlossen

  8. Die Idee einer unpersönlichen Systemtheorie jedoch wird in Bausch und Bogen verworfen

  9. Chaos und Ordnung sind Begriffe, die noch weniger brauchbar sind als andere, ebenfalls leere Begriffe

18.06.06

Permalink 09:40:59, von Olaf, 152 Wörter, 789 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Mein Weltbild, letztlich

  1. Das wahrnehmbare Universum ist vergleichbar mit einer (endlosen oder endlichen) Mischung (endlich oder unendlich vieler) verschieden farbiger Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte mit verschiedenen Bindungs- und Abstoßungseigenschaften, die ineinander strömen, sich ver- und entflechten, Impuls und Substanz austauschen und ihr eigenes Regelwerk darstellen.

  2. Der Vergleich hinkt.

  3. Die Bildung von Begriffen ist die beliebig arbiträre, rein menschliche Ein- und Ausgrenzung, Identifizierung und Diversifizierung beliebiger Teile eines vermutlich ohnehin sehr kleinen wahrgenommenen Teils dieser schwabbelnden Masse.

  4. Die obige a priorische Verwendung von Begriffen, obgleich gemildert durch das Wort "vergleichbar", ist ein prinzipieller Widerspruch: "prinzipiell", weil er dem Prinzip "Wahrnehmung" inhärent ist. Natürlich ist die schwabbelnde Masse nichts weiter als eine Wahrnehmung zweiten Grades (eine sog. "Annahme").

  5. Ein Gottesannahme ist ein mögliche, wenn auch nicht besonders intelligente Alternative.

  6. Trifft der Vergleich in 1. zu, ist das Leben ein Kampf um farbige Flüssigkeiten, und "edel" ist (als Beispiel), wer auf eine naheliegende Sättigung verzichtet, um eine feinere zu erlangen.

09.06.06

Permalink 01:04:00, von Olaf, 255 Wörter, 812 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Tage

Alles

Nichts ist übrig, es in den "Verstehen" genannten Artefakt zu zwingen, ohnehin, und es ist im herkömmlichen Sinne beeindruckend zu sehen, auf welch eindrucksvolle Weise das übrig seiende Nichts weiter dezimiert wird. Wie kann das zusammenhängen: 4 (vier) Milliarden Jahre Evolution, und nach all den natürlichen, mystischen, mythischen und gigantischen Verwerfungen und Verschiebungen der Erdgeschichte, aber auch nach den Opfern der Schamanen und der Ehrlichkeit der Märtyrer, entstehen bis ins Mark korrupte Erscheinungen (die faschistische Fifa sei ein belustigendes Beispiel (hoffentlich werde ich dafür verklagt von diesen nicht existenzberechtigen (welcher Maßstab auch immer dafür herhalten möge) Wesen)), nach all dieser Zeit: das wirft ein spezielles Licht, das lässt einen zuweilen hoffen, dass der absolute Konstruktivismus einen (in demselben fiktiven da konstruierten) Wahrheit entspräche (die Frage schluckend, welcher Realität gegenüber das Universum denn konstruiert sei): weil: ich selbst mache diesen Unsinn: immer noch besser als sich der Verzweiflung stellen zu müssen, die entsteht, wenn klar wird, dass diese Welt ein direktes, jedem erträglichen Bild der Welt widerstrebendes Ergebnis der Prozesse des göttlichen, daoistischen Universums ist. Und doch ist es das: alles was ich hereinkonstruieren kann ist ein Schritt um die Ecke, eine kleine Mittelbarkeit: aber wir müssen uns stellen: die Fifa, die NSDAP, die CSU, die Vergewaltiger, die Rassisten gibt es in diesem unseren Universum: und es ist nicht nur eine Frage von vier Milliarden Jahren: es sind Weltzeitalter, die hier zur Disposition stehen: denn was war vor dem Urknall? - was ist das alles? - warum ist es nicht ewig? - warum ist es ewig? - wie kann das sein?

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Anmerkungen und Betrachtungen zu Grundsätzlichem

Hirnausflüsse von Olaf. Manche wollten das lesen. Wenige, aber immerhin. Es fügt der Welt Informationen hinzu.

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