S-Bahn

19.01.00

Permalink 02:35:00, von Olaf, 334 Wörter, 647 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

S-Bahn

Da stand ich so (ja, der Möglichkeiten-Text geschieht zu derselben Zeit) am S-Bahnnhof Yorckstraße und warte um 0:51 auf die S1, weil da an der Anzeige leuchtend dransteht S1 Oranienburg, und weil das weiter ist als das wo ich hinmuss (Hermsdorf nämlich). Aber um die genauen Zeiten zu kennen, las ich den überall hängenden Fahrplan, und der sagte mir, dass die letzte Bahn, die am Bahnhof Hermsdorf vorbeifahren würde, bereits seit über zehn Minuten weg war: die letzte Bahn um ein Uhr würde tatsächlich nur bis Schönholz fahren (was lange vor Hermsdorf ist). 
Weil die Dinge also insgesamt nicht klar (weil widersprüchlich) schienen, entschloss ich mich, die junge Dame in der Bahnhofsrezeption (so nenne ich es mal eben) zu fragen, was es damit auf sich habe.
 
Und was sie mir erklärte, kann ich nicht so einfach dem Internet und damit sechs Milliarden Menschen (wenn sie denn endlich mal Deutsch lernen täten) vorenthalten:
 
Sie sagte, ich solle mal hinschauen, ob auf der Anzeigetafel irgendwo Schönholz stünde. "Das können wir nicht schildern!", meinte die junge Dame. Also sah ich mir die Anzeigetafel an, wo lauter Zielorte dunkel geschaltet waren (also nicht-hell (für die PoststrukturalistInnen)), ein einziger (Oranienburg nämlich) jedoch hell leuchtete. Unter den unerleuchteten waren Frohnau, Potsdamer Platz und einige andere, aber nicht Schönholz.
"Da steht nicht Schönholz, das können wir nicht schildern." Schildern in diesem Zusammenhang verstand ich nicht sofort. Als es mir aber klar wurde, blieb mir dennoch ein Riss in der Argumentation nicht verborgen; also fragte ich: "Aber wieso zeigen Sie dann Oranienburg an?" Weil: das musste die Leute verwirren, denn der nächste Zug Richtung Oranienburg ging am frühen Morgen, fast vier Stunden später. Worauf sie meinte: "Na die meisten Leute, die um diese Zeit hier sind, wissen, dass kein Zug mehr durchfährt." Worauf ich meinte: "Na ich weiß es aber nicht." Worauf sie eigentlich ganz nett lachte.

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So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

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