Archiv für: November 2005

30.11.05

Permalink 19:30:00, von Olaf, 686 Wörter, 676 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Einträge

Im Flyer's

Weihnachtssterne im Flyer's (ein anderes heißt "Cockpit", das dritte - weiß nicht mehr, "Orchidee"? "Papagei"?): warte auf den Flug nach Wien, von dort nach Bangkok: pfeife auf dem letzten Loch, trotz Vorsicht hat mich die Erkältung erwischt wie alle anderen auch: mit all ihren Auswirkungen auf meine ohnehin schon niemals g(e)rade (im Gegensatz zu schräg) Wahrnehmung: denke nach über Würde und wie alles sich in Mustern ähnelt und in Momenten oder Epochen wiederholt: und wie der Gedanke, die Natur sei stets frisch und spontan in ihrer "Von-selbst-so-heit", sich in den Weihnachtssternen widerlegt: und wie es natürlich immer wieder ich ist der alles so sieht, ich, den es nicht gibt. Vorhin im Bus: dieselben Szenen wie auf jeder Fahrt hierher, Jugendliche kurz vor dem Eintritt ins rentenbeschaffende Alter mit ihren identischen Witzen, dem Spiel der Geschlechter (der Ausdruck "Spiel der Geschlechter", inzwischen Klischee, war bei seiner Einführung, bei seinem ersten Auftreten sicher nicht von schlechten Eltern). Hier: ein Inder räumt mit ernster (aber die Ernsthaftigkeit bezieht sich nicht auf seine Würde in der Arbeit) das Geschirr fort: Geschäftsleute sitzen vor ihren Zetteln, Handys, Laptops, ein Ei wie das andere: ich auch, ein Produkt von einer endlichen Anzahl einfließender Faktoren (auch das, natürlich, wie jede Logik, selbst die Logik der Zahl 2, die Logik der Zahl, wie jeder auch nur gehauchte Gedanke: eine Relativität, eine Beliebigkeit, ein Ich, ein Etwas, das tausendfach anders und genauso zwingend sein könnte): Ströme, ich sehe nur Ströme, dann keine Ströme mehr, wieder Menschen, Qi, Nichts, Nichtse, Liebenswertes: nur Klarheit ist die einzige Entität unter der Sonne, die sich nicht in meine schreibenden Finger verirrt.

Wollen mal sehen: für einen perversen Betrag kann man sich hier ins WLAN loggen: checke ich mal Mails und schreibe ein paar Worte.

Eine gute Stunde später: Wien: WLAN war Verscheißerung: hat nicht geklappt, bzw. nur eine Sekunde und dann weg: den Betrag buchen sie aber sicher ab. Was soll ich noch viel denken? Sekundenweise scheint alles klar: so ist es mit der Gnade: jede Erkenntnis eigentlich nur Gnade: kommt irgendwie rein (geht aber auch irgendwie wieder raus): jede Erkenntnis situations-, typen-, wertesystem-, kultur-, zeit-, orts- und sowieso abhängig: mit Verfallsdatum: denn irgendwie kommt es niemals - niemals! - auf die das Ergebnis der Erkenntnis, d.h. sozusagen ihren Inhalt, an: wenn überhaupt, dann auf den Prozess (also die "Erkenntnis" selbst): aber was heißt schon ankommen (außer: in Bangkok, erkältet).

Irgendwo werden Leiber zerrissen.

Die Witze über die Menschen als intelligente Wesen (bzw. die Tatsache, dass diese Zuweisung einen Witz darstellt) basieren alle auf dem Spiel mit dem Unterschied zwischen der Einzelnen, die wirklich intelligent sein kann, dem Einzelnen, dem dieses Attribut vielleicht einen Tick weniger zukommt, und der Masse, die schlicht und ergreifend nicht intelligent ist. Das gilt schon ab ca. zwei Menschen. Für die Kumulation von Intelligenz gelten andere Gesetze als für die von etwa Wasser: die Intelligenz ein geschickt geführten Stammes, deren Akkumulation also ein Stück weit geglückt ist, kann sich zum Beispiel bei Hinzutreten (der Intelligenz) eines anderen geschickt geführten Stammes Annullieren (hm: Null wäre immerhin nicht Minus wie heutzutage auf Erden).

Es kommt aus der Natur, zumindest aus dem, was vor dem Menschen war, dass die Menschen sich so prügeln: insofern sind wir gar nicht schuld an unserem eigenen Untergang. Der Mensch aus der Natur - Verantwortung, was für ein schwachsinniger Begriff: man könne also Dinge tun, für die man niemals die Verantwortung übernehmen könne (Hitler oder so, Gott scheiße auf seine Asche), dann gäbe es Fälle in denen jemand die Verantwortung für einen Vorgang übernähme oder auch nicht: welcher Prozess geht da ab?: im Ergebnis, ok, da steht sie oder er dann dafür ein und zahlt die Zeche oder nicht: aber schwupps haben wir schon wieder einen Begriff, den wir als psychischen Stoff denken: von da ist es nicht weit zur Schuld (und schwupps hat man das Christentum: hier ist sie sogar erblich).

Immer noch Wien: hier in Österreich wie in Schwaben liegen Verniedlichungskulturen vor, das glaubt man kaum. Zuckerl. Der hier (ich bin schon wieder in einem Flughafencafé) abräumende Ostasiate sagt mir (vielleicht weil ich klar kein Österreicher bin): "it's finished: close." Ich gehe.

20.11.05

Permalink 11:29:23, von Olaf, 35 Wörter, 671 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Nachrichten

Spatz erschossen für Domino-Weltrekord

Mit diesem Eintrag beginnt eine neue Unterkategorie von "Tägliches", die ich als Speicher für Nachrichten der dinglichen Welt, die mich irgendwie berührt haben, nutzen möchte.

Hier ist die erste, die von dem erschossenen Spatz:
Netzeitung

Olaf Schreibers tägliches Geschäft

So fängt es an: ich blogge. Es gab immer mal wieder ein paar Leute, denen der Ausfluss eines mit mir identifizierten Hirns gefallen hat, drum teste ich es mal so.

November 2005
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 << < Aktuell> >>
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30        

Suche

Kategorien

Sonstiges

Wer ist online?

  • Gäste: 8

powered by
b2evolution